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Planet energy Windpark Suderburg: Gewinn schrumpft deutlich, Finanzlage bleibt stabil

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresabschluss 2024 der Planet energy Windpark Suderburg GmbH & Co. KG zeigt ein gemischtes Bild: Während die Finanzlage solide erscheint und die Bankverbindlichkeiten stark reduziert wurden, ist die Ertragskraft deutlich gesunken.

Umsätze stabil, Gewinn bricht ein

Die Umsatzerlöse lagen mit 1,21 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2023: 1,22 Mio. Euro). Allerdings fiel der Jahresüberschuss mit 28.924 Euro um mehr als die Hälfte geringer aus als 2023 (74.724 Euro). Grund dafür sind vor allem:

  • anhaltend hohe Abschreibungen von 639.000 Euro,

  • steigende sonstige betriebliche Aufwendungen (451.559 Euro nach 448.026 Euro),

  • deutlich geringere sonstige betriebliche Erträge (nur 396 Euro nach 69.444 Euro).

Damit ist der operative Gewinn (EBIT) zwar noch positiv, aber erheblich geschwächt. Für Anleger bedeutet dies: die Erträge sind volatil und stark von Windaufkommen und Kostenentwicklung abhängig.

Finanzstruktur verbessert

Positiv ist die deutliche Entlastung auf der Fremdkapitalseite: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von knapp 965.000 Euro auf nur noch 322.000 Euro. Gleichzeitig stieg der Bestand an liquiden Mitteln auf 1,49 Mio. Euro (Vorjahr: 1,37 Mio. Euro). Damit verfügt die Gesellschaft über ausreichend Liquidität und ist kreditseitig deutlich weniger belastet.

Allerdings bestehen weiterhin Verpfändungen und Abtretungen (u. a. Forderungen aus Stromverkauf, Bankguthaben und die Anlage selbst), die den finanziellen Handlungsspielraum einengen.

Eigenkapital durch Genussrechte geprägt

Das Eigenkapital liegt bei rund 1,93 Mio. Euro und ist damit stabil (Vorjahr: 1,90 Mio. Euro). Allerdings besteht der größte Anteil aus Genussrechtskapital (1,34 Mio. Euro), das rechtlich Fremdkapitalcharakter hat, aber bilanziell wie Eigenkapital wirkt. Für Anleger bedeutet das: Das tatsächliche „harte Eigenkapital“ ist gering.

Für 2024 wurden an die Genussrechtsinhaber 78.052 Euro ausgezahlt – gedeckelt auf 3 % des Genussrechtskapitals. Nicht ausgeschüttete Beträge werden fortgeschrieben und sind zum Laufzeitende fällig (2030). Damit besteht für Anleger die Chance auf spätere höhere Zahlungen, allerdings auch das Risiko, dass Mittel bis dahin gebunden bleiben.

Risiken und Ausblick

Der Lagebericht weist klar auf die Abhängigkeit vom Windaufkommen hin. Zwar liegt die technische Verfügbarkeit der Anlagen mit 97,8 % über Plan, dennoch wurde die geplante Stromproduktion 2024 um 6 % verfehlt.
Ein weiteres Risiko sind die hohen Instandhaltungskosten. Zwar besteht ein Vollwartungsvertrag, dennoch können zusätzliche Kosten und Versicherungsfälle die Rentabilität belasten.

Die Geschäftsführung erwartet bei stabilen Rahmenbedingungen eine „positive Entwicklung“. Angesichts des nahenden EEG-Auslaufs 2030 und der nur schrittweise sinkenden Bankverbindlichkeiten sollten Anleger jedoch genau beobachten, wie sich Einnahmen und Kosten in den kommenden Jahren entwickeln.

Anlegerfazit

  • Positiv: stabile Umsätze, hohe Liquidität, deutliche Entschuldung, geprüfter Abschluss ohne Beanstandungen.

  • Kritisch: starker Rückgang des Gewinns, geringe Eigenkapitalbasis ohne Genussrechte, hohe Kostenquote, langfristige Risiken durch EEG-Ablauf.

Für Anleger ist das Investment derzeit solide, aber nicht wachstumsstark. Entscheidend wird sein, ob die Erträge in den kommenden Jahren wieder steigen und wie die Gesellschaft den Übergang nach Ende der EEG-Förderung gestaltet.

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