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SMAVESTO – RoboFlex ESG Ausgewogen: Stabilität trotz Auflösungsperspektive

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht des Fonds SMAVESTO – RoboFlex ESG Ausgewogen (Stichtag: 31.05.2025) zeichnet ein ambivalentes Bild aus Anlegersicht:

1. Anlagekonzept und Strategie

Der Fonds verfolgt einen aktiven, KI-gestützten Investmentansatz, der Marktregime erkennt und Allokationen dynamisch anpasst. Schwerpunkt ist ein breit diversifiziertes Portfolio von ESG-orientierten ETFs.

Fokus auf Europa, zusätzlich USA, Japan und globale Märkte.

ESG-Kriterien werden klar umgesetzt: mindestens 75 % des Portfolios erfüllen ein MSCI-ESG-Rating ≥ AA.

Der Fonds bewirbt ökologische und soziale Merkmale (Artikel 8-Produkt), ohne jedoch nachhaltige Investitionen i. S. der EU-Taxonomie anzustreben.

2. Portfoliostruktur und Performance

Zum Ende des Geschäftsjahres: ~80 % Aktien-ETFs, Rest in Anleihen mit kurzen Laufzeiten und Bankguthaben.

Jahresperformance: +0,06 % (nach BVI-Methode) – de facto Stagnation.

Veräußerungsgeschäfte führten zu einem Verlust von -46.582 EUR.

Fondsvermögen schrumpfte von 9,27 Mio. EUR (2024) auf 4,34 Mio. EUR (2025), hauptsächlich durch Mittelabflüsse (-5 Mio. EUR).

Anteilwert blieb stabil bei knapp 99 EUR.

3. Risikobetrachtung

Marktpreisrisiken: hohes Gewicht auf Aktien führt zu Abhängigkeit von Börsenvolatilität.

Zinsänderungsrisiken: begrenzt durch kurze Laufzeiten im Anleiheanteil.

Operationelle Risiken: durch interne Revision, externe Verwahrstellen und Partnerkontrolle minimiert.

Geopolitische Risiken (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt, US-Handelspolitik) belasten die Märkte weiter.

4. Kosten und Effizienz

Gesamtkostenquote (TER): 1,43 % – relativ hoch für ein ETF-basiertes Produkt.

Transaktionskosten: 26.600 EUR, bei hohem Handelsvolumen (53,5 Mio. EUR).

Das deutet auf eine sehr aktive Steuerung, was Kostenbelastung verstärkt.

5. Nachhaltigkeit

Fonds berücksichtigt strikte Ausschlusskriterien (Waffen, fossile Brennstoffe, Tabak, autoritäre Staaten).

ESG-Quote 94,7 % – solide, aber leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr (95,8 %).

Keine EU-taxonomiekonformen Investitionen – d. h. „grün“ im Sinne des Marketings, aber nicht „streng nachhaltig“.

6. Perspektive für Anleger

Auflösung des Fonds zum 30.06.2025 ist der entscheidende Punkt:
Anleger müssen sich bewusst sein, dass der Fonds nur noch bis Mitte 2025 existiert.

Für langfristig orientierte Anleger ist er damit nicht mehr relevant.

Kurzfristig bietet er Stabilität, aber kein Renditepotenzial (Performance nahe null).

Der ESG-Ansatz ist solide, doch praktisch ohne Bedeutung angesichts der bevorstehenden Liquidation.

Fazit für Anleger:
Der Fonds hat sein Kapital weitgehend stabil durch ein schwieriges Marktumfeld geführt, jedoch kaum Mehrwert geschaffen. Die Abflüsse zeigen das geringe Anlegervertrauen. Mit der feststehenden Auflösung zum 30.06.2025 ist der Fonds faktisch nur noch eine Übergangslösung. Anleger sollten sich rechtzeitig nach Alternativen im Bereich ESG-ETFs oder Mischfonds mit längerfristiger Perspektive umsehen.

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