Dark Mode Light Mode

Online-Abstimmung gestartet: Welches Tier wird 2026 „Tier des Jahres“?

andreiprodan_ (CC0), Pixabay

Zum ersten Mal können Natur- und Tierfreunde in Deutschland selbst mitbestimmen, welches Tier den Titel „Tier des Jahres 2026“ trägt. Die Deutsche Wildtier Stiftung gab bekannt, dass die Wahl in diesem Jahr nicht nur den Spenderinnen und Spendern vorbehalten bleibt, sondern online für alle geöffnet ist.

Zur Auswahl stehen drei heimische Arten: der Goldschakal, der Rothirsch und das Hermelin. Bis zum 2. Oktober 2025 können Menschen ab 18 Jahren, die in Deutschland leben, ihre Stimme abgeben.

Ziel: Mehr Menschen für Wildtiere begeistern

„Wir wollen so noch mehr Menschen für heimische Wildtiere begeistern“, erklärte Artenschützerin Lea-Carina Hinrichs von der Stiftung. Durch die Öffnung der Abstimmung erhofft man sich mehr Aufmerksamkeit für die Artenvielfalt und deren Schutz.

Die Kandidaten im Überblick

  • Goldschakal: Ursprünglich aus Südosteuropa stammend, breitet er sich seit einigen Jahren auch in Deutschland aus. Seine Rückkehr sorgt immer wieder für Diskussionen, da er als neuer Beutegreifer in Konkurrenz zu anderen Arten treten kann.

  • Rothirsch: Als größtes heimisches Wildtier ist er ein Symbol der Wälder. Allerdings gerät er durch Lebensraumverlust und Wildbestandsregulierungen zunehmend unter Druck.

  • Hermelin: Bekannt durch sein charakteristisches Winterfell, steht es für intakte Wiesenlandschaften. Veränderungen in der Landwirtschaft und der Klimawandel setzen der Art jedoch zu.

Tradition mit neuer Beteiligung

Seit 1992 kürt die Deutsche Wildtier Stiftung das „Tier des Jahres“. Ziel ist es, auf besonders gefährdete oder charakteristische Tierarten aufmerksam zu machen. Während bislang die Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung über die Wahl entschieden, soll die nun gestartete Online-Abstimmung einem breiteren Publikum die Möglichkeit geben, Verantwortung für Natur- und Artenschutz mitzutragen.

Das Ergebnis wird im Herbst vorgestellt – und das gewählte Tier wird 2026 ein Jahr lang im Fokus von Informations- und Schutzkampagnen stehen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

LKA: Mehr als 220 Langzeitvermisste in Mecklenburg-Vorpommern

Next Post

Sachsen-Anhalt: Immer mehr Rentner brauchen Grundsicherung – Urlaub bleibt weiter theoretisch