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Dreifachmord von Weitefeld: Polizei glaubt an tragisches Ende im Betonrohr

Gentle07 (CC0), Pixabay

Monate voller Fahndung, unzählige Suchaktionen mit Spürhunden, Hubschraubern und Spezialkräften – und doch blieb der mutmaßliche Dreifachmörder von Weitefeld wie vom Erdboden verschluckt. Nun zeichnen die Ermittler ein düsteres Bild davon, was nach der Bluttat im April geschehen sein könnte: Der 61-Jährige habe sich möglicherweise schwer verletzt in einem Betonrohr im Elbbach versteckt – und sei dort gestorben.

Die Bluttat von Weitefeld
Im Westerwald hatte sich im April ein grausames Verbrechen ereignet. Ein Ehepaar und sein 16-jähriger Sohn wurden getötet: Die Eltern verbluteten nach Stich- und Schussverletzungen, der Jugendliche erlag einer Schusswunde. Rasch geriet ein 61-jähriger Mann ins Visier der Ermittler, gegen ihn wurde europaweit gefahndet. Doch trotz Großaufgebot der Polizei fehlte von ihm jede Spur.

Leiche erst Monate später entdeckt
Anfang August dann die überraschende Wende: Auf einem Feld nahe Weitefeld fanden Spaziergänger eine stark verweste Leiche. Nur zwei Tage später bestätigte die Polizei die Identität – es war der gesuchte Täter. Schnell stellte sich die Frage: Wie konnte er vier Monate lang unentdeckt bleiben, obwohl die Region intensiv durchsucht worden war?

Polizei entwickelt neue Theorie
Nach neuesten Erkenntnissen spricht vieles dafür, dass der Mann nach der Tat selbst verletzt war. Ermittler vermuten, er habe ein Betonrohr mit rund 60 Zentimetern Durchmesser als Unterschlupf gewählt. Dort sei er – möglicherweise durch Blutverlust oder Erschöpfung – gestorben.

Bei der Obduktion konnte wegen des fortgeschrittenen Zersetzungsprozesses keine eindeutige Todesursache festgestellt werden. Doch den Verletzungen, die er bei der Tat davongetragen hatte, komme eine „nicht unwesentliche Bedeutung“ zu, so die Ermittler.

Starkregen spülte die Leiche hinaus
Wie die Leiche schließlich an den Fundort auf dem Feld gelangte, erklärt die Polizei mit einem Naturereignis: Starkregen Anfang Juni könnte den Toten aus dem Rohr gespült und über den Bach bis zu der Stelle getrieben haben, an der er entdeckt wurde. Für diese Theorie spricht auch, dass die mutmaßliche Tatwaffe – eine Schusswaffe – ebenfalls im Betonrohr gefunden wurde, nur rund 100 Meter entfernt vom Leichenfundort.

Ein Fall voller Rätsel – mit tragischem Finale
Für die Bewohner im Westerwald bringt der Fund zwar eine Form von Abschluss, viele Fragen bleiben jedoch offen: Ab wann sich der 61-Jährige tatsächlich in dem Rohr befand, wird sich wohl nie klären lassen. Klar ist nur: Auf seine grausame Tat folgte ein ebenso einsames wie qualvolles Ende.

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