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Deutscher Rentner mit vier Kilogramm Kokain in Australien erwischt

stevepb (CC0), Pixabay

Ein 77-jähriger Deutscher ist in Australien unter dem Verdacht des Drogenschmuggels festgenommen worden. Nach Angaben der australischen Bundespolizei (AFP) und der Grenzschutzbehörde (ABF) ereignete sich der Vorfall am 8. August am Flughafen von Perth, einer der wichtigsten Einreisestationen des Landes.

Der Mann war nach seiner Ankunft ins Visier der Zollbeamten geraten und wurde einer genaueren Kontrolle unterzogen. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks entdeckten die Ermittler insgesamt vier Kilogramm Kokain. Der Fund erfolgte in professionell präparierten Verstecken im Koffer.

Laut AFP-Sprecher Peter Hatch hätte die beschlagnahmte Drogenmenge auf dem Schwarzmarkt einen Wert von rund 1,3 Millionen Australischen Dollar, was etwa 720.000 Euro entspricht. „Diese Sicherstellung zeigt einmal mehr, dass unsere Behörden sehr aufmerksam sind und keinerlei Toleranz gegenüber Drogenschmuggel zeigen“, erklärte Hatch.

Der Rentner wurde noch am Flughafen festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm wird der Versuch vorgeworfen, eine erhebliche Menge Kokain ins Land zu schmuggeln. Nach australischem Recht handelt es sich hierbei um ein besonders schweres Drogendelikt, das im Falle einer Verurteilung mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Schon geringere Mengen illegaler Drogen können in Australien zu mehrjährigen Haftstrafen führen – die Gesetze gelten als extrem streng.

Die Behörden prüfen derzeit, ob der Mann Teil eines größeren Schmuggelnetzwerks ist oder ob er möglicherweise als sogenannter „Drogenkurier“ im Auftrag einer kriminellen Organisation gehandelt hat. In vielen Fällen versuchen internationale Banden, ältere Menschen oder unauffällige Reisende als Transporteure zu gewinnen, um das Risiko der Entdeckung zu verringern.

Der Fall sorgt in Australien für Aufmerksamkeit, da er erneut zeigt, wie skrupellos internationale Drogenschmuggler agieren und welche Wege sie nutzen, um den australischen Markt zu beliefern. Experten weisen darauf hin, dass Australien wegen seiner abgeschiedenen Lage und der hohen Straßenpreise für Drogen ein besonders attraktives Ziel für Schmuggler ist.

Für den 77-jährigen Deutschen könnte das Vergehen dramatische Konsequenzen haben. Neben einer möglicherweise sehr hohen Haftstrafe droht ihm auch, dass er seine Strafe vollständig in einem australischen Gefängnis absitzen muss.

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