Im zerstörten japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi bereitet der Betreiber Tepco einen neuen Schritt zur Bergung hochradioaktiver Trümmer vor. Zwei speziell entwickelte Roboter sollen in den kommenden Wochen in einen der beschädigten Reaktoren vordringen.
Aufgaben der Roboter
Die ferngesteuerten Maschinen sind dafür vorgesehen, zunächst die Strahlenwerte in den inneren Bereichen des Reaktors zu messen und Kameraaufnahmen anzufertigen. Mit den gewonnenen Daten will Tepco die genaue Lage und Beschaffenheit der dort liegenden Brennstoffreste ermitteln. Die Auswertung des Materials soll etwa einen Monat in Anspruch nehmen.
Nächste Schritte
Auf Basis dieser Analyse will der Betreiber anschließend entscheiden, wie die hochgefährlichen Brennstofftrümmer geborgen werden können. Diese Arbeiten gelten als eine der größten technischen Herausforderungen beim Rückbau des havarierten Kraftwerks.
Dimension der Aufgabe
Rund 14 Jahre nach der Katastrophe lagern noch immer etwa 880 Tonnen hochradioaktives Material im Inneren der Anlage. Experten bewerten die sichere Bergung dieser Mengen als ein Projekt von internationaler Tragweite, das Jahrzehnte in Anspruch nehmen könnte.
Hintergrund
Fukushima war im März 2011 durch ein schweres Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami schwer beschädigt worden. Mehrere Reaktoren überhitzten und schmolzen, es kam zum bislang schwersten Atomunfall seit Tschernobyl.