Dark Mode Light Mode

Schul-Amokläufer von Ansbach: Straftäter bleibt nach Ausgang aus Psychiatrie verschwunden

blickpixel (CC0), Pixabay

Großeinsatz der Polizei in Mittelfranken: Ein in der forensischen Psychiatrie untergebrachter Straftäter ist nach einem genehmigten Ausgang nicht mehr zurückgekehrt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums bestätigte, wird derzeit nach dem Mann gefahndet.

Nach Informationen der Bild handelt es sich um den mittlerweile 34-Jährigen, der im Jahr 2009 als Schüler mit Molotowcocktails und einer Axt seine damalige Schule in Ansbach attackierte und dabei mehrere Mitschüler und Lehrer verletzte. Der Angriff sorgte bundesweit für Entsetzen und führte zu einer intensiven Debatte über Sicherheit an Schulen und die Behandlung psychisch auffälliger Jugendlicher.

Der Täter war nach seiner Festnahme wegen versuchten Mordes verurteilt und in einer geschlossenen forensischen Klinik untergebracht worden. Dort gilt er seit Jahren als therapiebedürftig. Nun jedoch blieb er nach einem begleiteten Ausgang, der Teil seiner schrittweisen Resozialisierung sein sollte, spurlos verschwunden.

Die Bezirkskliniken Mittelfranken betonten, dass von dem Mann nach Einschätzung der behandelnden Ärzte „aktuell keine Gefahr für die Öffentlichkeit“ ausgehe. Dennoch werde sein Verschwinden sehr ernst genommen. „Wir arbeiten eng mit den Polizeibehörden zusammen, um die Situation schnellstmöglich zu klären“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Polizei hat eine Fahndung eingeleitet, hält sich mit Details aber zurück. Ob bereits konkrete Hinweise auf seinen Aufenthaltsort vorliegen, blieb zunächst unklar.

Das Verschwinden des Mannes dürfte erneut eine Debatte über die Sicherheitsmaßnahmen in forensischen Einrichtungen anstoßen – und die Frage, wie viel Freiheit hochgefährliche oder ehemals hochgefährliche Straftäter während einer Therapiephase bekommen sollten.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Luxusleben auf Instagram – Ärger mit dem Fiskus: Erste Influencer zu Steuernachzahlungen verdonnert

Next Post

Staatsanwaltschaft Heidelberg