Das Technische Hilfswerk (THW) steht zunehmend unter Druck: Immer häufiger müssen die Helferinnen und Helfer zu Einsätzen ausrücken – und das nicht nur in größerer Zahl, sondern auch mit deutlich aufwendigeren Aufgaben.
„Die Einsatzintensität des THW hat sich ganz klar vergrößert, das heißt sowohl quantitativ als auch qualitativ“, erklärte THW-Präsidentin Sabine Lackner in einem aktuellen Statement. Vor allem extreme Wetterlagen setzten den Einsatzkräften immer mehr zu.
Besonders der Starkregen, der vielerorts ganze Straßenzüge überflutet, Keller volllaufen lässt und Erdrutsche auslösen kann, sei ein wachsendes Problem. „Wir merken, dass die Extremwetterereignisse klimawandelbedingt zugenommen haben“, so Lackner. Oft hätten schon einzelne Gewitterfronten großflächige und langwierige Einsätze zur Folge.
Die Präsidentin warnt: Diese Entwicklung werde sich in den kommenden Jahren vermutlich weiter verstärken. Für das THW bedeutet das: mehr Einsätze, längere Belastungsphasen und höhere Anforderungen an Ausrüstung und Personal.
Mit seinen rund 80.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften gilt das THW als tragende Säule des Katastrophenschutzes in Deutschland. Doch die wachsende Zahl an Extremwetterlagen zeigt, dass sich auch die Katastrophenvorsorge an den Klimawandel anpassen muss – eine Herausforderung, die längst nicht mehr Zukunftsmusik ist, sondern gelebter Alltag.