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Wut über „Giftgrube der Altmark“ – Proteste in Brüchau gegen Sanierungspläne

geralt (CC0), Pixabay

Brüchau im Altmarkkreis Salzwedel war heute Schauplatz hitziger Proteste: Bürgerinitiativen und Anwohner versammelten sich am Vormittag, um gegen die neuen Pläne zur umstrittenen Giftgrube zu demonstrieren. Anlass war die Entscheidung des Landesamtes für Geologie und Bergwesen, den Sanierungsplan des Betreibers zu genehmigen.

Der Plan sieht vor, dass der seit Jahrzehnten lagernde Giftschlamm nicht entfernt, sondern im Boden eingekapselt wird. Für die Menschen vor Ort ist das jedoch ein Affront: Sie fordern, die Grube vollständig auszubaggern und den hochgiftigen Inhalt sicher zu entsorgen.

In Brüchau lagern nach Angaben von Experten rund 100.000 Kubikmeter kontaminierter Schlamm aus der Erdgasförderung – darunter auch mehrere Hundert Tonnen hochgefährliches Quecksilber. Seit Jahren fürchten die Anwohner, dass die Altlasten Boden und Grundwasser belasten und so zur tickenden Zeitbombe für Umwelt und Gesundheit werden.

„Einfach zuzudeckeln, was darunter brodelt, ist keine Lösung“, kritisierte eine Sprecherin der Bürgerinitiative. Man wolle keine „halben Sachen“, sondern eine endgültige Beseitigung der Giftstoffe.

Die Proteste in Brüchau zeigen: Der Streit um die „Giftgrube der Altmark“ ist längst nicht beendet – im Gegenteil, er tritt jetzt in eine neue, emotional aufgeladene Phase.

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