Ein seltenes Kunstwerk aus dem Bundeskanzleramt ist auf dem Weg in die Schweiz. Das Gemälde „Sonntag der Bergbauern“ des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) wurde am Freitag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen aus dem Kabinettssaal in Berlin entfernt.
Abbau unter besonderen Bedingungen
Das knapp vier Meter lange Ölgemälde musste mit großem Aufwand aus dem Regierungsgebäude transportiert werden. Fachleute nahmen das Werk zunächst von der Wand, ehe es mithilfe eines Krans über die Terrasse in den Hof gehievt wurde. Von dort trat es die Reise in die Schweiz an.
Ausstellung in Bern
Im Kunstmuseum Bern wird das Werk ab dem 12. September in der Schau „Kirchner x Kirchner“ zu sehen sein. Die Ausstellung beleuchtet Leben und Werk des Malers, der als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus gilt und in der Schweiz seine letzten Lebensjahre verbrachte.
Bedeutendes Leihstück
„Sonntag der Bergbauern“ zählt zu den herausragenden Arbeiten Kirchners. Dass das Bild aus den Räumen der Bundesregierung ausgeliehen wird, gilt als kulturelles Highlight. Es zeigt zugleich die enge Verbindung zwischen deutschen Sammlungen und dem Schweizer Museum, das über einen der größten Kirchner-Bestände weltweit verfügt.