In Hemmingstedt (Kreis Dithmarschen) wird am heutigen Sonntagvormittag eine bei Bauarbeiten entdeckte britische Fliegerbombe entschärft. Wie die Polizei mitteilte, müssen dafür nicht nur Anwohner ihre Häuser verlassen, sondern auch Autofahrende und Bahnreisende mit erheblichen Einschränkungen rechnen.
225-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg
Bei dem Fund handelt es sich um eine rund 225 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe, die nur etwa 50 Zentimeter unter der Erdoberfläche nahe der A23-Anschlussstelle Heide-Süd lag. Der Kampfmittelräumdienst ist für die Entschärfung zuständig.
Evakuierungen im Umkreis von einem Kilometer
Etwa 80 Haushalte liegen im Evakuierungsgebiet. Die Bewohner müssen ihre Wohnungen bis spätestens 9 Uhr verlassen. Das Amt Heider Umland informiert die Betroffenen mit Handzetteln. Der Evakuierungsradius beträgt laut Polizei einen Kilometer.
Massive Verkehrseinschränkungen
Während der Entschärfung werden die Autobahn A23, die Bundesstraße 5 sowie die Bahnstrecke Hamburg–Westerland voll gesperrt. Reisende und Pendler müssen sich auf Verspätungen und Umleitungen einstellen.
Hintergrund
Immer wieder werden in Norddeutschland Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie gelten trotz ihres Alters als gefährlich, da Zünder und Sprengstoff noch immer funktionsfähig sein können.