Der Wunsch nach mehr lokaler Identität auf den Straßen wächst: Bundesweit haben sich mehr als 70 Bürgermeister für die Einführung eigener KfZ-Kennzeichen für ihre Städte ausgesprochen. Das geht aus Schreiben an die zuständigen Verkehrsministerien in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen hervor. Auch neun bayerische Städte beteiligten sich und richteten einen Appell direkt an den bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter.
Die Kommunalpolitiker argumentieren, dass eigene Kennzeichen das Zugehörigkeitsgefühl stärken und Städte sichtbarer machen könnten. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschten sich, ihre Heimatstadt auch auf dem Nummernschild repräsentiert zu sehen.
Als Vorbild führen die Bürgermeister die Wiedereinführung alter KfZ-Kennzeichen im Jahr 2013 an. Seitdem können Autofahrer in vielen Regionen zwischen mehreren Orts- und Regionalkürzeln wählen – ein Schritt, der mancherorts großen Zuspruch gefunden hat.
Ob die Forderung auf offene Ohren stößt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Das Thema Kennzeichen als Symbol für Heimat und Identität hat längst über den rein praktischen Nutzen hinaus an Bedeutung gewonnen.