Der Sozialverband VdK hat vor einer zunehmenden Verödung ländlicher Regionen gewarnt und die Politik zu entschlossenen Maßnahmen aufgefordert. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte, eine wohnortnahe und barrierefreie Infrastruktur sei der Schlüssel zu gleichwertigen Lebensverhältnissen – sowohl auf dem Land als auch in vielen Städten.
„Gerade ältere und beeinträchtigte Menschen haben große Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen, wenn Läden schließen und Bus- oder Bahnverbindungen immer seltener werden“, so Bentele. Fehlende Nahversorgung und eingeschränkte Mobilität führten dazu, dass viele Menschen regelrecht isoliert würden.
Doch die Infrastruktur sei nicht nur für die ältere Generation entscheidend: Auch junge Menschen würden durch eine bessere Versorgung mit Geschäften, Bildungseinrichtungen, medizinischer Betreuung und Verkehrsanbindungen eine Perspektive vor Ort behalten. Dies könne auch dazu beitragen, Dorfzentren lebendig zu halten und einer Abwanderung entgegenzuwirken.
Der VdK fordert daher Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, die Sicherung der Grundversorgung durch Läden und Apotheken sowie eine konsequente Umsetzung barrierefreier Zugänge. Denn, so Bentele: „Gleichwertige Lebensverhältnisse sind ein Grundversprechen unseres Sozialstaats – egal ob in der Großstadt oder im kleinen Dorf.“