Ein schockierendes Verbrechen erschüttert die Stadt: In der Nacht zum Sonntag soll ein 44-jähriger Mann seine Lebensgefährtin mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und ihre Kleidung in Brand gesetzt haben. Die 47-Jährige erlitt dabei schwerste Verbrennungen am gesamten Oberkörper und wurde in eine Spezialklinik für Brandverletzte gebracht. Nach ersten Einschätzungen bestand akute Lebensgefahr.
Die Tat ereignete sich am späten Samstagabend in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Noch in der Nacht sicherte die Polizei Spuren und befragte Zeugen. Der mutmaßliche Täter – ein polnischer Staatsbürger – war zunächst geflüchtet, konnte jedoch am Sonntag in Weißenfels festgenommen werden.
Was den Gewaltausbruch auslöste, ist bisher unklar. Die Ermittlungen der Polizei Halle (Saale) konzentrieren sich nun auf die genauen Umstände und das Motiv. Auch ein Rechtsmediziner wurde hinzugezogen, um die Schwere der Verletzungen zu dokumentieren.
Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft. Am Montag erließ ein Richter den Haftbefehl gegen den Verdächtigen, der nun in einer Justizvollzugsanstalt sitzt.
Der Fall wirft ein grelles Licht auf die oft unsichtbare, aber brandgefährliche Realität häuslicher Gewalt – und darauf, wie schnell sie in tödliche Gefahr umschlagen kann.