Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat steht erneut im Mittelpunkt einer bundesweiten Debatte. Auslöser ist sein öffentlicher Aufruf im Mannheimer Amtsblatt zu einer FKK-Swinger-Reise ins südfranzösische Cap d’Agde – eine Einladung, die nicht nur in der Kommunalpolitik für hochgezogene Augenbrauen sorgte.
Nun ist Ferrat mit seiner Reisegruppe zurück. Eine Woche lang verbrachten er und die Teilnehmenden Zeit im berühmt-berüchtigten FKK-Dorf an der französischen Mittelmeerküste. Die Abreise erfolgte am Samstag vor einer Woche, zunächst mit 20 Teilnehmern. Vor Ort schlossen sich laut Ferrat weitere Interessierte an, sodass die Gruppe am Ende aus 28 Personen bestand – 21 Männern und 7 Frauen, angereist aus ganz Deutschland.
Cap d’Agde gilt europaweit als Mekka für Freikörperkultur und Swingerurlaub. Der Aufruf im offiziellen Amtsblatt hatte jedoch für Unmut gesorgt, weil Kritiker darin eine unpassende Vermischung von privatem Freizeitvergnügen und öffentlicher Funktion sahen. Befürworter argumentieren hingegen, es sei Privatsache, solange keine öffentlichen Mittel eingesetzt würden.
Ob Ferrat nun politisch mit Konsequenzen rechnen muss oder ob der Wirbel um den Trip bald wieder verebbt, bleibt abzuwarten – die mediale Aufmerksamkeit dürfte ihn jedenfalls noch eine Weile begleiten.