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Vonovia kämpft gegen Fachkräftemangel: 2.800 Stellen unbesetzt – Handwerk wird zum Engpass

Tumisu (CC0), Pixabay

Deutschlands größter Wohnungskonzern schlägt Alarm: Vonovia sucht derzeit händeringend nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und das nicht zu knapp. Ganze 2.800 offene Stellen zählt das Unternehmen aktuell, wie Vorstandschef Rolf Buch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen erklärte. Besonders gefragt: Handwerkerinnen und Handwerker aller Art – darunter Elektriker, Fliesenleger, Maler, Dachdecker und weitere Fachkräfte aus dem Bau- und Instandhaltungsbereich.

„Wir haben einen immensen Fachkräftemangel in unseren Gewerken“, so Buch, und das sei längst kein Randproblem mehr. Vielmehr sei der Mangel inzwischen einer der zentralen Engpässe im Tagesgeschäft des Unternehmens. Als Eigentümer von rund 550.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden ist Vonovia auf funktionierende Wartungs- und Instandhaltungsprozesse angewiesen – doch wenn die Fachkräfte fehlen, gerät selbst das beste Geschäftsmodell ins Stocken.

Vonovia versucht daher auf mehreren Ebenen gegenzusteuern. „Wir bilden massiv aus“, sagte Buch, und meint damit vor allem das eigene Engagement in der Nachwuchsförderung innerhalb Deutschlands. Doch auch das stößt an Grenzen – viele Ausbildungsplätze bleiben mangels Bewerberinnen und Bewerbern unbesetzt.

Daher setzt der Konzern zusätzlich auf die Rekrutierung aus dem Ausland, um dringend benötigtes Personal zu gewinnen. In Zeiten, in denen nicht nur Wohnraum knapp ist, sondern auch die Menschen, die ihn instand halten, setzt Vonovia damit auf ein mehrgleisiges Vorgehen: Ausbildung fördern, Personal aus dem Ausland gewinnen und gleichzeitig die eigenen Prozesse effizienter gestalten.

Die Situation bei Vonovia ist dabei kein Einzelfall, sondern ein Spiegelbild einer ganzen Branche – und eines gesamtgesellschaftlichen Problems. Der demografische Wandel, unattraktive Arbeitsbedingungen in manchen Gewerken und ein Nachwuchsmangel im Handwerk führen dazu, dass Bau- und Wohnungsunternehmen zunehmend unter Druck geraten.

Vonovia zeigt nun deutlich, wie dramatisch die Lage geworden ist: Wenn der größte Wohnkonzern des Landes fast 3.000 Stellen nicht besetzen kann, wird klar, dass es sich nicht mehr nur um ein strukturelles Problem handelt – sondern um einen akuten Notstand in der Versorgung mit handwerklicher Arbeitskraft.

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