Ein tragischer Zwischenfall erschüttert die beliebte Urlaubsinsel Mallorca: Am Samstagabend ist ein Kleinflugzeug vor der Küste bei Port de Sóller ins Mittelmeer gestürzt. Seitdem fehlt von den beiden Insassen jede Spur – Such- und Rettungskräfte sind im Einsatz.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Absturz nach einer Reihe von Kunstflugmanövern, die der Pilot offenbar vor den Augen zahlreicher Strandbesucher und Urlauber durchführte. Das Flugzeug sei rund zwei Stunden zuvor gestartet und habe mehrfach spektakuläre Flugfiguren über dem Meer geflogen, wie ein Augenzeuge berichtet.
Dann der Schockmoment: Die Maschine verlor plötzlich an Höhe – Augenzeugen schildern eine abrupte Bewegung und ein anschließendes Aufprallgeräusch. Kurze Zeit später trieben Trümmerteile des Flugzeugs im Wasser. Von den beiden Personen an Bord – mutmaßlich Pilot und Begleiter – fehlt bislang jede Spur.
Rettungseinheiten, Boote und Taucher durchkämmten noch am späten Abend das Absturzgebiet. Auch am Sonntag wurde die Suche mit Hochdruck fortgesetzt. Die Chancen, die Vermissten lebend zu finden, schwinden jedoch mit jeder Stunde.
Die genaue Ursache des Absturzes ist bislang unklar. Experten der zivilen Luftfahrtbehörde sollen nun untersuchen, ob es sich um einen technischen Defekt oder menschliches Versagen handelt. Auch Wetterbedingungen und mögliche Fehlentscheidungen während des Kunstflugs werden geprüft.
Die Region um Port de Sóller ist wegen ihrer landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ziel für Touristen – die Tragödie hat Einheimische wie Urlauber tief getroffen. Die Behörden bitten derzeit darum, das Suchgebiet nicht mit privaten Booten oder Drohnen zu betreten, um die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Vermissten lebend gefunden werden – auch wenn die Realität eine andere Sprache spricht.