Dark Mode Light Mode

Tesla zu Millionenstrafe nach tödlichem Autopilot-Unfall verurteilt

Blomst (CC0), Pixabay

Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Florida hat den Elektroautobauer Tesla zu einer Straf- und Schadenersatzzahlung in Höhe von umgerechnet rund 210 Millionen Euro verurteilt. Hintergrund ist ein tragischer Unfall, der sich vor über sechs Jahren ereignete: Ein Tesla-Fahrzeug, das im sogenannten Autopilot-Modus unterwegs war, überfuhr sowohl ein Stoppschild als auch eine rote Ampel und prallte anschließend gegen ein geparktes Auto. Bei dem Zusammenstoß kam ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wurde schwer verletzt.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Tesla für das Unfallgeschehen haftbar ist. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob der Autopilot in seiner damaligen Version sicher genug war – und ob Tesla seine Kunden ausreichend über die Grenzen der Technologie informiert hatte. Laut Gericht hatte der Fahrer auf die Assistenzfunktionen vertraut, obwohl das System nicht für vollautonomes Fahren ausgelegt war.

Tesla weist jede Verantwortung zurück und hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Unternehmen betont, dass der Autopilot lediglich eine unterstützende Funktion sei und die Verantwortung beim Fahrer bleibe. Der Fall dürfte Signalwirkung für weitere Verfahren rund um automatisierte Fahrfunktionen haben – nicht nur in den USA, sondern weltweit.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Gesetzentwurf: Elektronische Fußfessel und Anti-Gewalt-Training bei Gewalt gegen Frauen geplant

Next Post

Sachsens Exporte in die USA brechen wegen Sonderzöllen ein – Autobranche besonders betroffen