Hurra, die Inflation ist exakt da, wo die Europäische Zentralbank sie gerne hätte: bei zwei Prozent. Das meldet Eurostat, und man kann es sich bildlich vorstellen – irgendwo in Frankfurt jubeln die Notenbanker: „Ziel erreicht! Alle glücklich, oder?“
Kaufkraft-Frust trifft Ziel-Erfüllungs-Freude
Während sich die Verbraucher fragen, warum trotzdem alles teurer wirkt als letzten Sommer, freut sich die EZB über ihre makroökonomische Punktlandung. Zwei Prozent – nicht zu heiß, nicht zu kalt, genau die Temperatur, bei der der Euro sich wohlfühlt, auch wenn die Brötchen kleiner werden.
Deutschland: Etwas entspannter. Frankreich: Fast schon kühl.
Deutschland liegt mit 1,8 Prozent leicht darunter – ein fast romantisches Verhältnis zur Preissteigerung. Und Frankreich? Gerade mal 0,9 Prozent! Offenbar ist dort nicht nur die Revolution günstiger, sondern auch der Einkauf beim Bäcker.
Fazit:
Die Inflation bleibt im Zielbereich, die EZB klopft sich auf die Schulter – und die Leute klopfen beim Discounter immer noch doppelt auf ihr Portemonnaie. Denn zwei Prozent Inflation klingt wie eine Erfolgsmeldung – bis man merkt, dass das nur dann hilft, wenn der Lohn gleich mit steigt.