Es klingt wie eine Szene aus einem Kinderbuch – doch für einen Zwölfjährigen wurde sie bittere Realität: Am helllichten Tag ist dem Jungen in Ingolstadt sein heißgeliebter Labubu gestohlen worden. Und zwar nicht irgendwo – sondern direkt vom Finger gerissen, während er das angesagte Plüschtier stolz vor sich in der Luft kreisen ließ.
Der Täter? Ein unbekannter junger Mann, etwa 20 Jahre alt, auf einem E-Bike unterwegs. Wie die Polizei berichtet, fuhr der Dieb blitzschnell an dem Jungen vorbei, griff mit geübtem Reflex zu – und war verschwunden, bevor der geschockte Zwölfjährige reagieren konnte.
Doch der junge Besitzer ließ sich nicht einfach bestehlen: Er griff beherzt zum Handy und wählte den Notruf. Die Polizei rückte zwar sofort aus, konnte den Täter in der Umgebung aber nicht mehr feststellen.
Verletzt wurde der Junge zum Glück nicht – emotionaler Schaden jedoch nicht ausgeschlossen, denn: Bei dem gestohlenen Gegenstand handelt es sich nicht um irgendein Stofftier. Labubu, ein schräges Plüschwesen mit Stachelhaaren und Riesenohren aus der japanischen Designerreihe „The Monsters“, ist derzeit der letzte Schrei unter Sammler:innen und Kindern. Einige seltene Varianten erreichen im Netz Preise von mehreren Hundert Euro.
Die Polizei bittet nun um Hinweise: Wer am Tatort – vermutlich eine Straße oder ein öffentlicher Platz in Ingolstadt – etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich zu melden. Gesucht wird ein schlanker Mann um die 20, auf einem E-Bike, möglicherweise mit einem neu gewonnenen Labubu im Gepäck.
Für den betroffenen Jungen bleibt zu hoffen, dass der Stofftier-Dieb bald gestellt wird – oder Labubu aus freien Stücken zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurückkehrt.