Wenn man in Deutschland ins Pflegeheim kommt, braucht man inzwischen nicht nur Windeln, sondern auch einen soliden Finanzplan oder eine sehr spendable Erbengemeinschaft. Gerda Hasselfeldt, Chefin des Deutschen Roten Kreuzes, schlägt Alarm: „Die Pflege wird zur Armutsfalle!“
4.000 Euro Eigenanteil? Da hilft auch kein Bingoabend mehr
Manche Pflegebedürftige müssen über 4.000 Euro monatlich zuzahlen – und das nicht für Champagnerfrühstück und Wellnesspaket, sondern für Bett, Brei und Betreuung. Hasselfeldt sagt: „So geht das nicht mehr!“ – und fordert eine Deckelung der Eigenanteile, damit nicht mehr ganz so viele Menschen ihren Lebensabend mit Rechenstift und Sorgenfalte verbringen.
Pflege nach Kassenlage? Lieber nicht
Ihr Vorschlag: Pflegekosten klar aufteilen – die Pflegebedürftigen zahlen einen fixen Anteil, den Rest übernehmen Pflegeversicherung und Staat. Klingt logisch, fast zu vernünftig für die aktuelle Sozialpolitik.
Alt werden darf kein Luxus sein
Denn wer 45 Jahre lang gearbeitet hat, sollte sich beim Heim nicht fragen müssen, ob er sich das zweite Kopfkissen noch leisten kann – oder ob es günstiger wäre, in den Wintermonaten in einem südeuropäischen Hostel zu wohnen.
Fazit:
Deutschland schafft es, Autos zu exportieren, Raketen ins All zu schicken und Steuertricks mit lateinischen Namen zu entlarven – aber eine würdige, bezahlbare Pflege im Alter? Noch immer Work in (Langzeit-)Progress. Vielleicht sollten Pflegeheime demnächst als „Start-ups“ auftreten – dann gibt’s wenigstens Fördermittel.