Ein junger deutscher Tourist ist bei einer Bergtour in den norditalienischen Alpen tödlich verunglückt. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, stürzte der 30-Jährige beim Abstieg von der Cima Sat, einem rund 1.200 Meter hohen Bergmassiv oberhalb des malerischen Gardasees, in eine rund 200 Meter tiefe Schlucht. Er war mit drei Freunden unterwegs, als sich das Unglück ereignete.
Der dramatische Vorfall ereignete sich oberhalb der Kleinstadt Riva del Garda, einem beliebten Ziel für Wanderer, Kletterer und Naturliebhaber aus ganz Europa. Die Gruppe war auf dem Rückweg vom Gipfel, als der Mann laut den Behörden aus bislang unbekannter Ursache den Halt verlor und in das felsige Gelände stürzte.
Trotz der sofort alarmierten Bergrettung kam jede Hilfe zu spät. Rettungskräfte konnten den Leichnam des Mannes nur noch mit einem Helikopter bergen. Angaben zur genauen Herkunft des Verunglückten aus Deutschland lagen zunächst nicht vor. Seine Begleiter blieben offenbar unverletzt, stehen aber unter Schock und werden psychologisch betreut.
Die Region rund um die Cima Sat ist bekannt für ihre spektakulären Ausblicke und gut ausgebauten Wanderwege – gleichzeitig erfordert das Gelände aber auch Trittsicherheit, Bergerfahrung und passende Ausrüstung. Der betroffene Abschnitt gilt als anspruchsvoll, besonders bei wechselnden Wetterbedingungen oder nach Regenfällen.
Die örtlichen Behörden mahnen Wanderer und Touristen zur Vorsicht und erinnern daran, auch populäre Routen nicht zu unterschätzen. Die Cima Sat gehört zu den Bergen der sogenannten „Gardaseeberge“, die mit ihren steilen Kalksteinwänden und schroffen Pfaden ein Paradies für Alpinisten, aber auch ein gefährliches Terrain für Unerfahrene sind.