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Polizei warnt vor Betrugsmasche mit angeblichem Reparatur-Notdienst – Frau aus Radeberg um 2.200 Euro betrogen

AnaZhu (CC0), Pixabay

Eine Frau aus Radeberg ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden: Nach einem Stromausfall beauftragte sie über eine Online-Suche einen vermeintlichen Elektriker. Der angebliche Notdienst erschien zwar vor Ort, führte jedoch keine echte Reparatur durch – stattdessen täuschte der Mann Arbeiten nur vor und verlangte für seine „Leistung“ knapp 2.200 Euro in bar.

Die Polizei Sachsen warnt nun eindringlich vor dieser Form des Handwerkerbetrugs, die bundesweit immer wieder auftritt. In der Regel geben sich die Täter als Notdienst-Techniker aus – etwa für Elektrik, Sanitär, Heizung oder Schlüsseldienste – und nutzen die Notsituation ihrer Opfer schamlos aus.

So lief der Betrug ab

Laut Polizeibericht kontaktierte die Geschädigte nach einem Stromausfall einen im Internet angezeigten „24h-Elektronotdienst“. Kurz darauf erschien ein Mann an ihrer Wohnung, trug Arbeitskleidung, hantierte einige Minuten am Sicherungskasten – und stellte schließlich eine Rechnung in Höhe von 2.194 Euro. Die Frau bezahlte aus Angst vor einem höheren Folgeschaden. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass keinerlei fachgerechte Reparatur erfolgt war.

Die Betroffene erstattete Anzeige. Die Polizei ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Tipps der Polizei: So erkennen Sie unseriöse Notdienst-Anbieter

Um nicht auf betrügerische „Handwerker“ hereinzufallen, gibt die Polizei folgende Hinweise:

  1. Keine überstürzten Entscheidungen treffen
    Auch in Notlagen gilt: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für die Prüfung des Angebots.

  2. Vorsicht bei extrem hohen Anfahrtskosten oder Pauschalen
    Seriöse Dienstleister weisen die Kostenstruktur transparent aus – inklusive Stundensätze, Materialkosten und Mehrwertsteuer.

  3. Misstrauisch bei Barzahlung oder EC-Gerät im Gepäck
    Wenn ein Handwerker auf Barzahlung oder EC-Zahlung vor Ort drängt, ist Vorsicht geboten.

  4. Anbieter mit echter Adresse und Impressum wählen
    Achten Sie bei Online-Suchen auf vollständige Angaben, ein rechtsgültiges Impressum und Bewertungen aus glaubwürdigen Quellen.

  5. Bei Unsicherheit: Polizei oder Verbraucherzentrale fragen
    Im Zweifel lieber eine zweite Meinung einholen, als auf unseriöse Forderungen einzugehen.

Behörden raten: Unseriöse Angebote melden

Verbraucher, die bereits Opfer geworden sind oder verdächtige Anbieter melden möchten, sollten sich direkt an die nächste Polizeidienststelle wenden oder über die Internetwache Anzeige erstatten. Auch die Verbraucherzentrale Sachsen bietet Hilfe und Beratung bei Fragen rund um Notdienst-Abzocke.

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