Ein ungewöhnlich gefährlicher Vorfall hat sich am Wochenende in einem Wohnhaus in Kaiserslautern ereignet: Ein 36-jähriger Mann ist beim Hantieren mit einer Klapperschlange ins Gesicht gebissen worden und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.
Laut Angaben der Polizei wollte der Mann einem Freund helfen, das exotische Tier in ein neues Terrarium umzusetzen. Was offenbar als Routineeingriff in der privaten Haltung gedacht war, endete dramatisch: Die hochgiftige Schlange entglitt den Haltern, setzte blitzschnell zum Biss an und traf das Opfer im Bereich von Gesicht und Hals.
Unmittelbar nach dem Biss erlitt der 36-Jährige einen Kreislaufkollaps. Der herbeigerufene Rettungsdienst leistete Erste Hilfe und brachte ihn unter Hochdruck in ein Krankenhaus. Dort wurde ein spezielles Gegengift verabreicht. Der Zustand des Mannes sei weiterhin kritisch, aber stabil, wie die behandelnden Ärzte mitteilten.
Die Polizei und das Veterinäramt wurden eingeschaltet. Gegen den Besitzer der Schlange, einen Reptilienfreund aus dem Raum Kaiserslautern, wird nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung ermittelt. Zudem wird geprüft, ob die Haltung des gefährlichen Tieres den gesetzlichen Vorschriften entspricht.
Die Klapperschlange – eine Art, die natürlicherweise in Nordamerika vorkommt und für den Menschen potenziell tödlich sein kann – wurde eingefangen und vorübergehend in die Obhut eines spezialisierten Reptilienexperten übergeben.
Der Fall wirft erneut Fragen zur Privathaltung gefährlicher Wildtiere in Wohngebieten auf – und zeigt, wie schnell ein scheinbar harmloser Moment zur lebensbedrohlichen Gefahr werden kann.