Endlich durchatmen, ausschlafen, Koffer packen: Mit dem heutigen letzten Schultag in Bayern beginnt nun offiziell die ruhigste Zeit des Jahres – alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland sind gleichzeitig in den Sommerferien. Für zehn Tage, vom 1. bis zum 10. August, herrscht im gesamten Bundesgebiet schulische Stille.
Bereits am Mittwoch verabschiedete sich Baden-Württemberg aus dem Unterrichtsalltag, heute Mittag zieht auch das traditionell spätausschulende Bayern nach. Damit ruhen nun in allen 16 Bundesländern die Lehrpläne, Klassenzimmer und Schulklingeln. Ein seltener Moment – denn normalerweise rollen die Sommerferien im föderalen Bildungssystem gestaffelt durchs Land, um den Reiseverkehr zu entzerren.
Doch in diesem Zeitraum trifft sich der Ferienkalender auf einen gemeinsamen Nenner – und das für genau zehn Tage. Am 11. August kehren dann die ersten Schülerinnen und Schüler in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder in die Klassenzimmer zurück. Diese drei Länder waren als erste Ende Juni in die Ferien gestartet und machen nun den Anfang beim Schulstart nach der Sommerpause.
Für Familien bedeutet die Ferienzeit: Urlaub, Erholung, Abenteuer und freie Zeit. Für Verkehrsbehörden hingegen beginnt die Hochsaison auf Autobahnen und Bahngleisen. Der ADAC rechnet am kommenden Wochenende mit einem der reisestärksten Tage des Jahres – lange Staus und volle Züge sind vorprogrammiert.
Auch wenn nicht alle Ferien gleich lang sind – zwischen sechs und knapp sieben Wochen je nach Bundesland – eint die Schülerinnen und Schüler in diesen Tagen vor allem eins: eine Pause vom Schulstress und der Duft nach Sommer.