Ein bewaffneter Angreifer hat am Montagabend in einem Bürogebäude in Midtown Manhattan das Feuer eröffnet. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Adresse 345 Park Avenue, einem bekannten Hochhaus mit mehreren prominenten Mietern, darunter der Investmentriese Blackstone, die NFL sowie zahlreiche Finanz- und Unternehmensdienstleister.
Laut Angaben der New Yorker Polizei (NYPD) wurde der Schütze inzwischen „neutralisiert“ und stelle keine weitere Gefahr dar. Das teilte Polizeichefin Jessica Tisch gegen 19:52 Uhr Ortszeit über die Plattform X (vormals Twitter) mit: „Die Situation ist unter Kontrolle. Der Einzeltäter wurde neutralisiert.“
Drei Menschen schwer verletzt – darunter ein Polizist
Wie der Abgeordnete Ritchie Torres mitteilte, wurden bei dem Angriff mindestens drei Personen schwer verletzt, darunter ein Beamter der NYPD. Offizielle Informationen zu Anzahl oder Zustand der Opfer lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor.
Die Polizei sperrte den Bereich um East 52nd Street zwischen Park Avenue und Lexington Avenue weiträumig ab. Anwohner und Passanten wurden gebeten, die Umgebung zu meiden. Auch New Yorks Bürgermeister Eric Adams forderte die Bevölkerung in einer Videobotschaft auf, „Sicherheitsvorkehrungen zu treffen“ und sich nicht in der Nähe des Tatorts aufzuhalten.
Großeinsatz von FBI und Justizbehörden
Neben der NYPD waren auch Kräfte des FBI sowie Mitarbeiter der US-Staatsanwaltschaft für den Bezirk Süd-New York im Einsatz. Wie Generalstaatsanwältin Pam Bondi bestätigte, wurde ein Einsatzkommando vor Ort eingerichtet. Auch FBI-Vizedirektor Dan Bongino teilte mit, dass Bundesbeamte zur Unterstützung an der aktiven Tatortsicherung beteiligt seien.
Die genauen Umstände, das Motiv und die Identität des Täters sind bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Politische Reaktionen: Betroffenheit und Forderung nach Waffenkontrolle
Zahlreiche Politiker äußerten sich bestürzt. Hakeem Jeffries, Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, zeigte sich „zutiefst erschüttert über die schreckliche Schießerei“. Er sprach den Betroffenen und besonders dem verletzten Polizisten sein Mitgefühl aus.
Abgeordneter Torres bezeichnete den Vorfall als „schockierenden Akt des Terrors“ und mahnte: „Er erinnert uns an die anhaltende Gefahr durch Schusswaffen, die Verrohung der Gesellschaft – und an den Mut der NYPD, die jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren.“
Fazit: Erneuter Schusswaffenangriff erschüttert Metropole
Der Vorfall in Midtown Manhattan reiht sich ein in eine Serie schwerer Schusswaffenangriffe in den USA. Während Behörden und Politik reagieren, bleibt die Debatte um Waffengewalt und Sicherheit im öffentlichen Raum weiterhin hochaktuell – gerade in einer Stadt, die für viele als Symbol der urbanen Sicherheit galt.