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Erfolg gegen internationale Cyber-Erpresser: Infrastruktur von Blacksuit/Royal zerschlagen

WaveGenerics (CC0), Pixabay

Ermittlungsbehörden aus mehreren Ländern ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen international agierende Cyberkriminelle gelungen. Im Rahmen einer konzertierten Aktion konnten die technischen Strukturen der Erpressergruppierung Blacksuit/Royal zerschlagen und beschlagnahmt werden. Dies teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen in einer aktuellen Erklärung mit.

Die Ermittler konnten demnach die zentralen Server der Gruppe identifizieren und stilllegen. Durch das Abschalten dieser Infrastruktur wurde die gesamte digitale Operationsbasis der Täter empfindlich getroffen. Betroffen waren unter anderem:

  • die interne Kommunikation der Kriminellen,

  • die Verbreitung und Steuerung der eingesetzten Schadsoftware,

  • sowie die Webseiten und Plattformen, über die die Erpressung der Opfer organisiert wurde.

Blacksuit/Royal hatte sich auf sogenannte Ransomware-Angriffe spezialisiert: Dabei schleusten die Täter Schadsoftware in Computersysteme ein, verschlüsselten Daten und forderten anschließend Lösegeld – häufig in Kryptowährungen – für die Freigabe.

Laut Angaben des LKA Niedersachsen wurden weltweit mindestens 184 Opfer dieser kriminellen Angriffe identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Bereichen – darunter Unternehmen, staatliche Institutionen und kritische Infrastrukturen. Die durch die Angriffe entstandenen Schäden werden auf eine Summe von mehr als 500 Millionen US-Dollar geschätzt, allein bis August 2024.

An der grenzüberschreitenden Operation waren neben deutschen Strafverfolgungsbehörden auch Ermittler aus mehreren weiteren Staaten sowie internationale Organisationen beteiligt. Ziel war es nicht nur, die Täter zu identifizieren, sondern deren Infrastruktur dauerhaft auszuschalten und damit künftige Angriffe zu verhindern.

Die Zerschlagung der IT-Infrastruktur gilt als wichtiger Etappensieg im Kampf gegen die zunehmende Bedrohung durch Cybererpressung. Die Ermittlungen zu den Hintermännern und möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern weiterhin an.

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