Im Fall des tödlich verletzten Polizisten Maximilian Stoppa hat die Staatsanwaltschaft Cottbus Anklage gegen einen 27-jährigen polnischen Staatsbürger erhoben. Ihm wird Mord zur Verdeckung einer Straftat vorgeworfen.
Der Vorfall ereignete sich Anfang Januar 2025 in Lauchhammer (Brandenburg). Stoppa, Mitglied einer Dresdner Zivilstreife, war mit Kollegen auf der Spur mutmaßlicher Autodiebe, als es zu dem tödlichen Zwischenfall kam. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurde der 32-jährige Beamte von einem der Tatverdächtigen in einem Fluchtauto gezielt angefahren und dabei so schwer verletzt, dass er noch am Einsatzort starb.
Laut Anklage soll der Beschuldigte mit dem Fahrzeug bewusst in Kauf genommen haben, einen Menschen zu töten – offenbar, um seine Flucht und die laufende Tat zu sichern. Der Mann galt als Teil einer Bande, die sich auf den grenzüberschreitenden Kfz-Diebstahl spezialisiert haben soll. Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen.
Der Tod des jungen Polizisten hatte bundesweit für Bestürzung und politische Diskussionen über die wachsende Gewalt gegen Einsatzkräfte gesorgt. Kollegen, Angehörige und Vertreter der Polizei ehrten Stoppa posthum als mutigen Beamten, der sein Leben im Dienst für die Gesellschaft verlor.
Wann der Prozess gegen den Angeklagten beginnt, steht derzeit noch nicht fest. Sollte das Gericht den Mordvorwurf bestätigen, droht dem 27-Jährigen eine lebenslange Freiheitsstrafe.