Ein erschütternder Fall von Radikalisierung im Jugendalter: Ein 15-jähriger Schüler ist in der österreichischen Hauptstadt Wien zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden – ein Teil davon wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der Jugendliche hatte sich laut Gericht der Ideologie der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verschrieben und bereits konkrete Schritte in Richtung einer Straftat unternommen.
Besonders alarmierend: Der Teenager hatte in seiner Schule ein Kampfmesser mit einer 18 Zentimeter langen Klinge versteckt. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung wurden Propagandamaterialien des IS sowie Hinweise darauf gefunden, dass der Jugendliche der Terrororganisation öffentlich die Treue geschworen hatte.
Die Anklage warf ihm vor, eine terroristische Tat vorbereitet zu haben. Er soll sich im Internet intensiv mit radikalislamischen Inhalten beschäftigt und bereits gezielt nach Möglichkeiten gesucht haben, wie er gewaltsam gegen sogenannte „Ungläubige“ vorgehen könnte.
Das Jugendgericht sprach von einer ernstzunehmenden Gefahr, betonte jedoch auch das junge Alter des Angeklagten und die Möglichkeit einer Re-Sozialisierung. Die teilweise bedingte Strafe soll ihm die Chance geben, sich unter strengen Auflagen – etwa bei regelmäßiger psychologischer Betreuung – wieder in ein friedliches und rechtsstaatliches Leben zu integrieren.
Österreichs Justiz sieht sich zunehmend mit Fällen jugendlicher Radikalisierung konfrontiert. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit von Präventionsarbeit, besonders in Schulen und sozialen Medien, wo Extremisten gezielt junge Menschen ansprechen.