Im Prozess um den spektakulären Diebstahl eines jahrtausendealten Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching hat das Landgericht Ingolstadt am Montag das Urteil verkündet: Drei der vier Angeklagten wurden wegen schweren Bandendiebstahls zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie elf Jahren verurteilt.
Nach Überzeugung des Gerichts brachen die Männer im November 2022 nachts in das Archäologische Museum in Oberbayern ein und entwendeten dabei einen rund 2.100 Jahre alten Schatz – über 480 keltische Goldmünzen mit hohem historischem und materiellem Wert.
Die Täter stammen aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Das Gericht geht davon aus, dass sie auch für weitere professionelle Einbrüche verantwortlich sind. Während des Prozesses schwiegen die Angeklagten, ihre Verteidiger hatten Freisprüche gefordert.
Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, auch weil die Diebe offenbar gezielt vorgegangen waren: In der Tatnacht wurde kurz vor dem Einbruch das Glasfasernetz der Region sabotiert, was die Alarmierung erschwerte. Ein Teil des Goldschatzes bleibt bis heute verschwunden.