Nach einem gewalttätigen Angriff auf Fans des 1. FC Köln durch mutmaßliche HSV-Anhänger im Januar auf der Hamburger Reeperbahn hat die Polizei am frühen Morgen umfangreiche Durchsuchungen durchgeführt. Wie die Behörden mitteilten, waren mehrere Objekte in Norddeutschland Ziel der Razzien.
Hintergrund ist eine brutale Auseinandersetzung am 18. Januar 2025, bei der mehrere Personen – teils schwer – verletzt wurden. Die Täter sollen nach dem Angriff größtenteils unerkannt geflüchtet sein. Videos der Gewaltaktion verbreiteten sich im Anschluss rasant in sozialen Netzwerken, was zur Identifizierung erster Verdächtiger beitrug.
Mehr als 100 Einsatzkräfte im Norden im Einsatz
Nach Angaben der Bild-Zeitung waren über 100 Polizistinnen und Polizisten an dem Großeinsatz beteiligt. Dabei wurden Wohnungen mutmaßlicher HSV-Hooligans durchsucht, unter anderem wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung, Landfriedensbruch und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung.
Die Polizei kündigte an, im Laufe des Vormittags weitere Details zu den Durchsuchungen und möglichen Festnahmen bekanntzugeben.
Gewalt im Fußball weiter ein Thema
Der Vorfall hatte überregional für Aufsehen gesorgt – nicht nur wegen der Schwere der Angriffe, sondern auch wegen der geplanten und organisierten Vorgehensweise der mutmaßlichen Täter. Fan-Vertreter und Sicherheitsexperten mahnen seit Langem, die Gewaltbereitschaft im Umfeld einzelner Ultra- und Hooligan-Gruppierungen nicht zu unterschätzen.
Die Hamburger Polizei kündigte an, auch in Zukunft konsequent gegen gewaltbereite Fußballfans vorzugehen – sowohl im Vorfeld als auch im Nachgang von Spielen.