Bei einem schweren Zugunglück in Baden-Württemberg sind am Abend mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, mehr als 50 weitere wurden verletzt, darunter auch mehrere schwer. Der Vorfall ereignete sich, als eine Regionalbahn der Linie RE 55 auf dem Weg von Sigmaringen nach Ulm entgleiste.
Nach ersten Angaben der Bundespolizei befanden sich rund 100 Personen an Bord des Zuges. Die Entgleisung ereignete sich offenbar in einem unwegsamen Abschnitt der Strecke, unmittelbar nach einem Unwetter in der Region. Ersten Ermittlungen zufolge könnte ein Erdrutsch oder Hangrutsch die Ursache für das Unglück gewesen sein.
Rettungskräfte im Großeinsatz
Feuerwehr, Polizei, Notärzte und THW waren bis in die Nacht hinein im Einsatz. Mehrere Verletzte mussten mit Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken gebracht werden. Die Bergung und Untersuchung an der Unfallstelle gestalten sich laut Einsatzleitung schwierig, da der betroffene Streckenabschnitt nur schwer zugänglich ist.
Ermittlungen zur Unglücksursache laufen
Die Bundespolizei hat gemeinsam mit Experten der Deutschen Bahn die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es bislang nicht. Die Strecke zwischen Sigmaringen und Ulm bleibt bis auf Weiteres gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Anteilnahme und Unterstützung
Landes- und Kommunalpolitiker äußerten sich bestürzt über das Unglück und sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Baden-Württembergs Verkehrsminister kündigte eine lückenlose Aufklärung an und lobte den schnellen Einsatz der Rettungskräfte.