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Hulk Hogan ist tot – Wrestling-Legende stirbt mit 71 Jahren

InspiredImages (CC0), Pixabay

Der wohl bekannteste Wrestler der Welt, Hulk Hogan, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Wie World Wrestling Entertainment (WWE) bestätigte, verstarb der unter seinem bürgerlichen Namen Terry Bollea bekannte Showkämpfer am Donnerstag in Clearwater, Florida, infolge eines Herzstillstands. Rettungskräfte brachten ihn zwar noch ins Krankenhaus, doch jede Hilfe kam zu spät. Die Polizei schließt ein Fremdverschulden aus, die Ermittlungen laufen noch.

Vom Wrestler zur Pop-Ikone

Hogan prägte die Wrestling-Welt wie kaum ein anderer. In den 1980er- und 1990er-Jahren war er das Gesicht der WWE (damals WWF) und wurde zur popkulturellen Ikone. Mit seinen berühmten Sprüchen wie „Trainieren, beten, Vitamine nehmen“ und seinen „24-Inch-Pythons“ (seinen Oberarmen) verkörperte er das Idealbild des Wrestling-Helden. Besonders seine Fehden mit Stars wie „Macho Man“ Randy Savage, André the Giant oder „Rowdy“ Roddy Piper machten das Wrestling zum Massenphänomen.

Wechsel zur Konkurrenz und „Heel-Turn“

Mitte der 1990er wechselte Hogan zur Konkurrenz WCW und vollzog dort seinen berüchtigten „Heel-Turn“ – den Wechsel vom Helden zum Bösewicht – als „Hollywood Hogan“ in der legendären NWO-Fraktion. Dies markierte einen Wendepunkt in der TV-Geschichte des Wrestlings und sorgte dafür, dass WCW WWE zeitweise in den Quoten überholte. Doch nach dem sogenannten „Fingerpoke of Doom“, einem inszenierten Kampf, der als Tiefpunkt des Wrestling-Storytellings gilt, begann der Niedergang der WCW.

Comeback, Skandale und Karriereknick

Nach seiner Rückkehr zur WWE in den 2000ern feierte er mit einem Match gegen Dwayne „The Rock“ Johnson bei WrestleMania X8 ein großes Comeback. Doch seine Karriere wurde durch einen Sex-Video-Skandal und rassistische Äußerungen 2015 massiv beschädigt. WWE trennte sich damals von ihm. Zwar kehrte Hogan nach einer Entschuldigung zurück, doch sein Ruf war nachhaltig angeschlagen. Viele Kolleg:innen und Fans nahmen ihm den Vorfall übel.

Letzter öffentlicher Auftritt: Trump-Unterstützung

Sein letzter großer Auftritt war politisch: Bei der Republikanischen Nationalversammlung 2024 trat Hogan überraschend auf, riss sein Shirt herunter – darunter ein Trump-Vance-Tanktop – und erklärte Donald Trump zu seinem „Helden“. Trump würdigte ihn nach seinem Tod als „MAGA bis zum Schluss“ und lobte seine „riesige Wirkung auf die Popkultur“.

Ein Leben für das Rampenlicht – mit Licht und Schatten

Hogan, der zwischenzeitlich auch eine eigene Realityshow („Hogan Knows Best“) hatte, war nicht nur Wrestler, sondern auch Schauspieler, Unternehmer und Symbolfigur für eine Ära des Entertainments. Seine Karriere war von großen Erfolgen, aber auch tiefen Kontroversen geprägt – zuletzt plante er mit „Real American Freestyle“ sogar eine eigene Wrestling-Liga im Stil der olympischen Sportart.

Nachruf

Mit Hulk Hogan verliert die Wrestling-Welt einen ihrer größten Stars – und Amerika eine schillernde Figur der Popkultur. Er war überlebensgroß, wortgewaltig, polarisierend – ein „Real American“, der geliebt und kritisiert wurde. Seine letzte Botschaft: „Ich kämpfe für das Recht eines jeden Mannes.“

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