Die UnitedHealth Group, der größte US-Krankenversicherer, hat am Donnerstag bestätigt, dass das US-Justizministerium (DoJ) strafrechtliche und zivilrechtliche Ermittlungen gegen das Unternehmen aufgenommen hat. Im Fokus steht dabei das Medicare-Advantage-Programm, das Senioren im Rahmen der staatlichen Krankenversicherung versorgt.
🔍 Hintergrund der Ermittlungen:
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Medienberichte (Wall Street Journal, STAT News) hatten bereits im Mai Hinweise auf mögliche Abrechnungsbetrügereien bei der Abwicklung von Medicare-Leistungen gegeben.
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UnitedHealth hat daraufhin selbst Kontakt mit dem DoJ aufgenommen und kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.
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Im Zentrum der Untersuchungen steht offenbar die Frage, ob Patientenberichte manipuliert wurden, um höhere staatliche Rückerstattungen zu erhalten.
🏥 Weitere interne Probleme:
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Das Unternehmen führt inzwischen externe Prüfungen seiner internen Abrechnungs- und Codierungspraktiken durch.
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Auch die Pharmadienstleistungen und das Managed-Care-System stehen auf dem Prüfstand.
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Am 15. Juli demonstrierten Gesundheitsaktivisten in Minnesota gegen Leistungsablehnungen durch UnitedHealthcare.
🕵️♂️ Krisenjahr für den Branchenriesen:
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Im Dezember 2024 wurde Brian Thompson, CEO der Versicherungssparte, in New York auf offener Straße erschossen.
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Im Mai 2025 trat Konzernchef Andrew Witty überraschend zurück.
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Der frühere CEO Stephen Hemsley wurde zurückgeholt, um den Konzern zu stabilisieren.
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Die Aktie hat in den letzten 12 Monaten mehr als 50 % an Wert verloren (über 277 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung vernichtet).
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Allein am Donnerstag fiel die Aktie um weitere 5 %.
📉 Fazit:
UnitedHealth befindet sich in einer tiefgreifenden Unternehmenskrise – mit juristischen, finanziellen und personellen Problemen. Das Ergebnis der Ermittlungen könnte gravierende Folgen für den US-Gesundheitsmarkt haben, da der Konzern einer der größten Medicare-Anbieter des Landes ist.