China erhebt schwere Vorwürfe gegen ausländische Geheimdienste: Nach Angaben der chinesischen Staatssicherheit sollen ausländische Agenten gemeinsam mit inländischen Komplizen versucht haben, seltene Erden aus dem Land zu schmuggeln. Diese Metalle sind von strategischer Bedeutung, da sie für die Herstellung von Hightech-Produkten, Batterien und Rüstungsgütern unverzichtbar sind.
Vorgehensweise laut Peking
Die mutmaßlichen Täter sollen falsch deklarierte Sendungen genutzt haben, um die streng überwachten Rohstoffe außer Landes zu bringen. Laut den Behörden wurden Pakete verschickt, die angeblich „nicht-chinesischen Ursprung“ hatten oder deren Wareninhalt bewusst falsch angegeben war. Um die Kontrollen zu umgehen, seien die Metalle in Alltagsgegenständen wie Plastikpuppen oder Wasserflaschen versteckt worden.
Unklarheit über beteiligte Dienste
Welche Geheimdienste hinter den Versuchen stecken sollen, ließ die Staatssicherheit offen. Peking betonte jedoch, dass die Vorfälle ein weiteres Beispiel für die wachsende internationale Konkurrenz um kritische Rohstoffe seien.
Hintergrund: Warum seltene Erden so wichtig sind
China ist der weltweit größte Produzent und Exporteur seltener Erden. Diese Elemente sind essenziell für zahlreiche Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, erneuerbare Energien und moderne Rüstungssysteme. Ein illegaler Abfluss könnte nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch Chinas geopolitische Stellung schwächen.
Die chinesische Regierung kündigte an, die Kontrollen an Grenzen und in der Lieferkette zu verschärfen und den Kampf gegen Rohstoffschmuggel zu intensivieren.