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Clever investieren: So streuen Sie mit ETFs Ihr Aktienrisiko richtig

pictavio (CC0), Pixabay

Wer sein Geld langfristig gewinnbringend anlegen möchte, kommt an Aktien kaum vorbei. Sie bieten historisch betrachtet deutlich höhere Erträge als klassische Zinsprodukte – bergen aber auch mehr Risiko. Umso wichtiger ist eine kluge Streuung. Mit einem gut gewählten ETF lässt sich das Risiko einfach und kostengünstig minimieren.

Aktien bringen hohe Renditen – mit Schwankungen

Langfristig erzielen Aktien deutlich höhere Erträge als Festgeld, Sparbücher oder Anleihen. Studien zeigen: Die durchschnittliche Rendite von Aktien lag in den letzten 100 Jahren bei rund 5 bis 7 Prozent pro Jahr – nach Abzug der Inflation. Allerdings schwanken Aktienkurse teils stark. Wer investiert, muss mit vorübergehenden Kursverlusten von bis zu 50 Prozent rechnen. Genau deshalb ist eine breite Risikostreuung entscheidend.

Warum Einzelaktien riskant sind

Wer auf einzelne Aktien setzt, trägt das Risiko eines Totalverlusts, falls das Unternehmen scheitert. Die bessere Strategie: Investitionen in große Märkte – und das geht am einfachsten mit ETFs (Exchange Traded Funds). Sie bilden Aktienindizes nach und ermöglichen so eine Investition in hunderte oder sogar tausende Unternehmen weltweit.

Ein ETF – tausende Aktien

Schon ein einzelner ETF kann für eine beeindruckend breite Streuung sorgen. Besonders geeignet sind Indexfonds auf weltweite Indizes wie:

  • MSCI All Country World Index (ACWI) – ca. 3.000 Unternehmen weltweit

  • FTSE All World Index – rund 4.000 Aktiengesellschaften

  • Solactive GBS Global Markets – rund 3.500 Werte aus Industrie- und Schwellenländern

Solche ETFs decken viele Regionen und Branchen ab – ideal für Einsteiger wie auch erfahrene Anleger.

Einfach, günstig, flexibel

ETFs sind nicht nur breit gestreut, sondern auch günstig. Sie verursachen meist nur sehr geringe laufende Kosten und können flexibel über Direktbanken oder sogenannte Neo-Broker gekauft werden. Filialbanken bieten ETFs dagegen selten aktiv an – hier fehlen oft die Provisionen für die Vermittlung.

Anleger können zwischen ausschüttenden (Erträge werden ausgezahlt) und thesaurierenden (Erträge werden wiederangelegt) Varianten wählen.

Steuerliche Aspekte

Auch bei ETFs fallen Steuern an. Kursgewinne und Erträge unterliegen der Abgeltungssteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Bei thesaurierenden Fonds kann zusätzlich eine Vorabpauschale berechnet werden. Eine Steuerberatung oder die Stiftung Warentest bieten hier gute Informationsquellen.

Fazit: Weltweite Anlage einfach gemacht

Mit einem global ausgerichteten ETF können Anlegerinnen und Anleger unkompliziert und kostengünstig Vermögen aufbauen – breit gestreut und langfristig orientiert. Wer nicht alles selbst machen möchte, kann sich von der Verbraucherzentrale oder seriösen Vergleichsportalen beraten lassen.

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