Die traditionsreiche Konsumgenossenschaft Weimar steckt in finanziellen Schwierigkeiten: Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet, will sich jedoch in Eigenverwaltung sanieren. Laut Geschäftsführer Maximilian Reich seien größere Entlassungen vorerst nicht geplant, wie er dem MDR bestätigte.
Die Genossenschaft beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und betreibt Einzelhandelsgeschäfte in mehreren Städten Mitteldeutschlands, darunter Modehäuser in Gera, Jena, Chemnitz und Dresden. In Weimar selbst soll der Fokus künftig besonders auf dem Goethe- und Schiller-Kaufhaus liegen – dem Aushängeschild der Genossenschaft.
Als Teil der Umstrukturierung sollen jedoch drei Schuhgeschäfte in Weimar bis Ende des Jahres schließen. Weitere Maßnahmen zur Kostensenkung und Geschäftsoptimierung seien bereits in Planung.
Die Konsumgenossenschaft Weimar blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und ist fest im Stadtbild verankert. Die Nachricht von der Insolvenz trifft viele treue Kunden und Mitarbeitende hart – doch die Geschäftsführung zeigt sich zuversichtlich, dass eine Zukunft ohne Zerschlagung möglich ist.
Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt auch vom laufenden Insolvenzverfahren und möglichen Investoren- oder Sanierungspartnern ab. Ziel sei es laut Reich, „den Markenkern zu erhalten und wirtschaftlich wieder auf stabile Beine zu kommen“.