Der Taifun „Danas“ hat in der Nacht auf die ostasiatische Inselrepublik Taiwan schwere Schäden angerichtet und das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. Nach offiziellen Angaben der taiwanischen Behörden kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 500 Personen wurden verletzt. Der Tropensturm brachte starke Regenfälle, heftige Sturmböen und führte in vielen Regionen zu Stromausfällen, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen.
Eines der Todesopfer war ein 60-jähriger Mann, dessen Beatmungsgerät aufgrund eines Stromausfalls ausfiel. Trotz schneller Einlieferung in ein nahegelegenes Krankenhaus konnte er nicht mehr gerettet werden. Beim zweiten Todesfall handelt es sich um einen 69-jährigen Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug gegen einen umgestürzten Baum prallte und dabei tödlich verletzt wurde. Die Zahl der verletzten Personen lag laut Behördenangaben zuletzt bei über 500, wobei es sich überwiegend um Sturz- und Schnittverletzungen sowie Verkehrsunfälle handelt.
Zahlreiche Gemeinden waren zwischenzeitlich von der Stromversorgung abgeschnitten, in einigen Bezirken fiel auch die Wasserversorgung aus. Schulen und Behörden blieben vielerorts geschlossen. Der Flug- und Fährverkehr wurde massiv eingeschränkt, hunderte Flüge mussten gestrichen oder umgeleitet werden.
Der nationale Wetterdienst meldete, dass „Danas“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde auf die Insel traf. Besonders betroffen waren die zentralen und südlichen Regionen, wo ganze Straßenzüge unter Wasser standen und Erdrutsche Straßen blockierten. Auch in Taipeh wurden mehrere Parks, U-Bahnstationen und Brücken vorsorglich gesperrt.
Die Regierung hat Hilfsmaßnahmen eingeleitet und Notfallteams in die am stärksten betroffenen Gebiete entsandt. Auch Armee und Zivilschutz sind im Einsatz, um blockierte Straßen zu räumen, Notunterkünfte bereitzustellen und die Stromversorgung wiederherzustellen.
Meteorologen gehen davon aus, dass sich der Taifun in den kommenden Tagen abschwächen, aber noch weiter Teile des südchinesischen Raums beeinflussen wird. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, weiter vorsichtig zu sein, sich von Küstenregionen fernzuhalten und lokale Warnungen zu beachten.