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Reizgas-Alarm an Schule in Sternberg: Sieben Kinder verletzt – Siebtklässlerin unter Verdacht

SerenityArt (CC0), Pixabay

Ein Zwischenfall mit einem bislang nicht näher identifizierten Reizstoff hat am Montagmittag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften an der Verbundenen Regionalen Schule und dem Gymnasium „David-Franck“ in Sternberg ausgelöst. Sieben Kinder aus einer sechsten Klasse wurden verletzt, fünf davon mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Schülerin der siebten Klasse steht im Verdacht, den Reizstoff absichtlich freigesetzt zu haben.

Großeinsatz gegen Mittag

Der Alarm ging kurz vor 13 Uhr bei der Polizei und dem Rettungsdienst ein. In einem Toilettenraum im Keller des älteren Schulgebäudes wurde offenbar ein Reizstoff – möglicherweise Pfefferspray oder ein ähnliches Mittel – versprüht. Die genaue Art des Stoffes ist noch Gegenstand kriminaltechnischer Untersuchungen.

Durch den Vorfall erlitten sieben Kinder gesundheitliche Beschwerden. Sie klagten über brennende Augen, Hustenreiz und Atemprobleme. Fünf der betroffenen Schülerinnen und Schüler wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Schwerin gebracht. Zwei Kinder konnten vor Ort ambulant versorgt und ihren Eltern übergeben werden.

Verdacht gegen eine Siebtklässlerin

Im Zusammenhang mit dem Vorfall geriet eine Schülerin aus der siebten Klasse in den Fokus der Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei sprechen erste Hinweise dafür, dass sie den Reizstoff in der Schultoilette freigesetzt haben könnte. Ob es sich dabei um eine gezielte Tat oder um eine unbedachte Handlung handelt, ist derzeit unklar.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Da die Verdächtige noch minderjährig ist, wird auch das Jugendamt in die weiteren Maßnahmen eingebunden.

Unterricht abgebrochen – Ermittlungen laufen

Nach dem Vorfall wurde der Unterricht für alle rund 500 Schülerinnen und Schüler der Schule vorsorglich beendet. Das Schulgebäude wurde teilweise geräumt und gelüftet. Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten bei der Belüftung betroffener Bereiche.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Tatursache und zum Hergang des Vorfalls aufgenommen. Auch wird geprüft, wie die Schülerin an den Reizstoff gelangen konnte. Die Schulleitung zeigte sich betroffen und kündigte an, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten und betroffene Schülerinnen und Schüler psychologisch zu betreuen.

Weitere Informationen sollen nach Abschluss der ersten Ermittlungen bekannt gegeben werden.

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