Der „Madre Fire“ in Zentralkalifornien hat sich binnen 24 Stunden zur größten Feuerkatastrophe des Bundesstaates im Jahr 2025 ausgeweitet. Die Flammen brachen am 2. Juli nahe dem Highway 166 aus und breiteten sich rasch über mehr als 52.000 Hektar (über 21.000 Hektar) aus – inmitten brütender Hitze und extremer Trockenheit.
Nur 5 % des Feuers sind laut Cal Fire bislang unter Kontrolle. Die Flammen bedrohen kleinere Ortschaften sowie das Carrizo Plain National Monument, etwa 110 Kilometer südöstlich von San Luis Obispo. Über 200 Menschen wurden bereits evakuiert, 50 Gebäude sind gefährdet. Noch wurden keine Verletzten gemeldet.
Rauchwolken über Südkalifornien
Satellitenbilder zeigen dichte Rauchfahnen, die sich über die Countys Santa Barbara und Ventura ziehen. Die US-Forstbehörde warnt vor weitreichenden Auswirkungen durch Rauchbelastung, besonders im Landesinneren von San Luis Obispo County. Videos zeigen lodernde Flammen, die sich über hügeliges Grasland im Los Padres Nationalpark fressen.
Die Ursache des Feuers wird weiterhin untersucht. Die Behörden vermuten jedoch, dass es auf Bundesland begonnen hat und sich dann auf Staatsgebiet ausbreitete. Gouverneur Gavin Newsom bestätigte, dass Kalifornien erhebliche zusätzliche Löschressourcen mobilisiert habe, um die Bundesbehörden zu unterstützen.
Risiko Feuerwerk: Feuer kurz vor dem Nationalfeiertag
Der Brand fällt in die kritischste Phase der US-Waldbrandsaison: rund um den 4. Juli. Laut Experten steigt die Zahl der von Menschen verursachten Brände, besonders durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, zu dieser Zeit deutlich an. Seit 2024 verursachten Feuerwerke allein in Kalifornien über 1.200 Brände und Sachschäden von mehr als 35 Millionen US-Dollar.
Cal Fire reagierte allein am 2. Juli auf mehr als 65 kleinere Waldbrände im Bundesstaat. Auch der „Wolf Fire“ nahe Banning, östlich von Los Angeles, wütet weiterhin – bisher wurden dort über 2.000 Hektar Land zerstört.
Warnung der Behörden: Feuergefahr extrem hoch
Mit Blick auf das heiße, trockene Wetter warnen Kaliforniens Feuerwehren eindringlich: „Das Risiko steigt. Jetzt ist es wichtiger denn je, sich im Freien und zuhause an Brandschutzmaßnahmen zu halten.“