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University of Pennsylvania streicht Lia Thomas’ Rekorde und verbietet trans Athletinnen Teilnahme am Frauensport

MIH83 (CC0), Pixabay

Die University of Pennsylvania (Penn) hat sich im Rahmen einer Einigung mit dem US-Bildungsministerium (Department of Education, DOE) verpflichtet, trans Athletinnen künftig von Frauenwettbewerben auszuschließen und sämtliche Schwimmrekorde der ehemaligen trans Schwimmerin Lia Thomas zu annullieren. Die Entscheidung ist Teil eines Vergleichs im Zusammenhang mit einer laufenden Title-IX-Untersuchung.

Hintergrund der Entscheidung

Lia Thomas war 2022 die erste offen trans Athletin, die einen NCAA-Division-I-Titel gewann – in der 500-Yard-Freistilstrecke der Frauen. Zuvor hatte sie drei Jahre lang im Männerteam geschwommen, bevor sie ein Jahr lang für Penns Frauenteam antrat und mehrere Rekorde brach.

Im Zuge der Vereinbarung wird Penn diese Rekorde offiziell zurückziehen und den ursprünglichen Rekordhalterinnen die Titel wieder zusprechen. Zudem wird die Universität persönliche Entschuldigungsschreiben an betroffene Schwimmerinnen senden.

Politischer Druck und Reaktion der Regierung

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Trump-Regierung gezielt gegen die Teilnahme von trans Athletinnen im Frauensport vorgeht. Bildungsministerin Linda McMahon bezeichnete den Schritt als „Schutz des Frauensports für zukünftige Generationen“. Präsident Trump hatte bereits im Frühjahr weitreichende Sanktionen gegen Bundesstaaten angekündigt, die trans Athletinnen Starts in Mädchen- oder Frauenwettbewerben ermöglichen.

Im März hatte das Weiße Haus Penn rund 175 Millionen Dollar an Bundesmitteln gestrichen, nachdem die Universität zunächst nicht auf Forderungen zur Durchsetzung von Executive Order 14168 reagiert hatte. Die Anordnung verpflichtet alle Bildungseinrichtungen, auf Bundesebene „biologische Geschlechtszuordnung“ als alleinige Grundlage für die Sportteilnahme heranzuziehen.

Stellungnahme der Universität

Penn-Präsident J. Larry Jameson bezeichnete die Thematik als „komplex“ und erklärte, die Einigung diene dem Abschluss eines langwierigen Untersuchungsverfahrens. Gleichzeitig betonte er, man halte weiterhin an einem respektvollen und inklusiven Umfeld für alle Studierenden fest, müsse sich aber an Bundesvorgaben und NCAA-Regeln halten.

Die Universität kündigte an, die Schwimmrekorde in den betroffenen Disziplinen zu überprüfen und entsprechend den neuen Teilnahmebestimmungen neu zu vergeben.

Lia Thomas’ Leistungen betroffen

Thomas’ Rekorde in den Disziplinen 100, 200, 500, 1000 und 1650 Yard Freistil werden damit rückwirkend gestrichen. Die NCAA äußerte sich bislang nicht zur Entscheidung.

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