Mit dem Besuch von Ex-Präsident Donald Trump wurde am 1. Juli das neue Einwanderungshaftzentrum „Alligator Alcatraz“ offiziell eröffnet. Die Anlage befindet sich mitten in den Florida Everglades auf dem Gelände des ehemaligen Dade-Collier Training and Transition Airport. Unterstützt wurde das Projekt maßgeblich von Floridas Gouverneur Ron DeSantis und Generalstaatsanwalt James Uthmeier – beide Republikaner.
Die Einrichtung trägt ihren Spitznamen wegen ihrer abgeschiedenen Lage, ihrer Hochsicherheitsstruktur und dem dichten Alligatorbestand der Umgebung – in Anlehnung an das berühmte Inselgefängnis Alcatraz in Kalifornien.
Fakten zu „Alligator Alcatraz“:
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Kapazität: bis zu 3.000 Inhaftierte
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Personal: über 1.000 Mitarbeiter, davon mehr als 400 im Sicherheitsdienst
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Bauzeit: lediglich 8 Tage
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Sicherheitsausstattung: über 200 Kameras, mehr als 28.000 Fuß Stacheldraht
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Infrastruktur: klimatisierte Gebäude, 24/7-Rechtsberatung, Seelsorge, Freizeitbereich, Wäscherei
Die Eröffnung fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und mit zahlreichen prominenten Gästen statt – darunter Trump selbst, Kristi Noem (Heimatschutzministerin) und der republikanische Abgeordnete Byron Donalds.
Kritik von Umweltschützern und Bürgerrechtsgruppen
Das Projekt ist allerdings stark umstritten. Umweltorganisationen kritisieren die Umnutzung des einst geplanten Verkehrsflughafens mitten im empfindlichen Ökosystem der Everglades. Auch Bürgerrechtsgruppen lehnen „Alligator Alcatraz“ ab und warnen vor einer Eskalation der Einwanderungspolitik auf dem Rücken von Migrantinnen und Migranten.
Demonstrierende versammelten sich bereits während der Bauphase und verstärkten ihre Präsenz zur Eröffnung. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: „Kein Käfig in den Sümpfen“ und „Menschenrechte enden nicht an der Grenze“.
Ein Symbol für Trumps Migrationspolitik
„Alligator Alcatraz“ gilt als Symbol für die verschärfte Migrationspolitik der Trump-Administration. Trump kündigte während seines Besuchs erneut an, „rechtsfreie Zonen“ wie Sanctuary Cities zu bekämpfen und großflächige Abschiebungen durchzusetzen.
Die Anlage liegt strategisch abgeschottet im Süden Floridas, rund eine Autostunde von Miami entfernt – umgeben von Wildnis, Sumpfgebiet und, wie der Name nahelegt, zahlreichen Alligatoren.