Stabile Wertentwicklung in 2024
Der Strategiefonds Sachwerte Global konnte im Jahr 2024 eine solide Wertentwicklung von +7,43 % erzielen. Das Fondsvermögen stieg von 25,95 Mio. EUR auf 28,43 Mio. EUR. Der Anteilwert kletterte von 127,23 EUR auf 136,68 EUR. Haupttreiber waren realisierte Gewinne aus Immobilienverkäufen sowie positive Beiträge aus Aktien- und Renteninvestments.
Diversifizierte Allokation mit Fokus auf Sachwerte
Der Fonds setzt weiterhin stark auf Sachwerte: Immobilien (18,6 %), Rentenfonds (28 %), Aktien (22,4 %) und Rohstoffe (8,1 %). Absolute-Return-Strategien machten 22,3 % aus. Durch diese breite Streuung wurde das Risiko deutlich reduziert, auch wenn der Immobilienanteil trotz stabilisiertem Marktumfeld leicht zurückgefahren wurde.
Erträge und Kosten
Der Fonds erzielte Erträge in Höhe von rund 224 Tsd. EUR, denen jedoch vergleichsweise hohe Verwaltungskosten von etwa 441 Tsd. EUR gegenüberstanden. Das ordentliche Nettoergebnis war negativ (–217 Tsd. EUR). Der Gesamterfolg kam daher maßgeblich aus realisierten und nicht realisierten Kursgewinnen (insgesamt rund 2 Mio. EUR).
Risikomanagement und Liquidität
Die Risiken wurden insgesamt gut kontrolliert. Zinsänderungsrisiken wurden durch kurze Laufzeiten im Rentenportfolio minimiert. Währungsrisiken waren begrenzt und teils abgesichert. Das Portfolio wies eine hohe Liquidität auf: Über 62 % der Anlagen könnten innerhalb eines Tages liquidiert werden.
Bevorstehende Fondsabwicklung als kritischer Faktor
Ein bedeutendes Ereignis für Anleger: Warburg Invest hat die Verwaltung des Fonds zum 30.06.2025 gekündigt. Das Fondsvermögen wird anschließend von der Verwahrstelle abgewickelt und an die Anleger ausgezahlt. Für Anleger bedeutet das, dass keine langfristige Perspektive mehr besteht und spätestens ab Mitte 2025 mit Rückzahlungen und einem Ende der Investition zu rechnen ist.
Fazit für Anleger
Für 2024 zeigte der Fonds eine ansprechende Performance, vor allem angesichts des volatilen Marktumfelds. Die breite Streuung über verschiedene Sachwerte und die vorsichtige Risikosteuerung waren klar positiv. Allerdings stellt die anstehende Abwicklung einen gravierenden Einschnitt dar. Anleger müssen sich darauf einstellen, dass der Fonds nicht fortgeführt wird und kurzfristig Kapital freigesetzt wird, welches neu angelegt werden muss.