Wer eine Immobilie kauft – also ein Haus oder eine Wohnung –, finanziert diesen Kauf in der Regel mit einem Bankkredit. Die Rückzahlung erfolgt über viele Jahre hinweg in monatlichen Raten. Wichtig zu wissen: Die Zinsen für diesen Kredit sind meist nur für einen begrenzten Zeitraum festgelegt – häufig 10 oder 15 Jahre. Danach folgt die sogenannte Anschlussfinanzierung.
Was bedeutet Anschlussfinanzierung?
Nach Ablauf der Zinsbindung brauchen Kreditnehmende einen neuen Vertrag, um den verbleibenden Betrag weiter abzubezahlen. Diese Weiterfinanzierung nennt man Anschlussfinanzierung. Dabei kann der Zinssatz höher oder niedriger ausfallen als beim ursprünglichen Kredit – abhängig von der Marktlage zum Zeitpunkt des Neuabschlusses.
Warum ist frühzeitige Planung wichtig?
In der Vergangenheit lagen die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau. Wer beispielsweise 2015 einen Immobilienkredit abgeschlossen hat, profitierte von besonders günstigen Konditionen. Doch heute ist das anders: Die Zinsen sind deutlich gestiegen. Das bedeutet:
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Die monatliche Rate kann deutlich höher ausfallen,
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oder die Laufzeit muss verlängert werden, um die Belastung tragbar zu halten.
Ein plötzlicher Anstieg der Kosten kann die Haushaltskasse belasten – deshalb ist eine frühzeitige Planung entscheidend.
Was sollten Sie jetzt tun?
Wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten Jahren endet, sollten Sie sich rechtzeitig informieren:
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Wie hoch sind die aktuellen Zinssätze?
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Welche Angebote gibt es auf dem Markt?
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Wie wirkt sich ein höherer Zinssatz auf Ihre Monatsrate aus?
Lassen Sie sich unabhängig beraten, vergleichen Sie verschiedene Angebote – und handeln Sie nicht erst kurz vor Fristende.
Was, wenn Sie keinen neuen Kredit bekommen?
Eine Studie der BaFin zeigt: Manche Menschen hatten Schwierigkeiten, nach Ablauf der Zinsbindung eine neue Finanzierung zu bekommen. Besonders betroffen sind Haushalte mit angespanntem Budget oder unsicherem Einkommen. Deshalb gilt: Wer frühzeitig handelt, kann Finanzierungsprobleme vermeiden und Alternativen prüfen – etwa durch Umschuldung, Sondertilgungen oder Gespräche mit der Hausbank.
Informationen der BaFin
Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) stellt auf ihrer Website umfangreiche Informationen zur Verfügung – darunter Rechentools, Checklisten und Tipps zur Gesprächsvorbereitung mit Banken.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bafin.de