Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 26. Juni 2025 ihre strategischen Ziele für den Zeitraum von 2026 bis 2029 vorgestellt. Insgesamt zehn gleichrangige Leitziele sollen die Arbeit der Behörde in den kommenden vier Jahren strukturieren und weiterentwickeln. Dabei knüpft die BaFin an die bisherige Strategieperiode (2022–2025) an, aktualisiert diese aber gezielt vor dem Hintergrund neuer Anforderungen und Herausforderungen für eine moderne Finanzaufsicht.
BaFin-Präsident Mark Branson betonte den Anspruch der Behörde, ihren gesetzlichen Auftrag „wirksam, entschlossen und mit Weitblick“ zu erfüllen. Die neuen Ziele seien dabei nicht nur programmatische Orientierung, sondern auch ein Maßstab für die eigene Arbeit. Branson weiter: „Wir stehen für ein stabiles und faires Finanzsystem, dem die Menschen in Deutschland vertrauen können.“
Ein zentrales neues Ziel ist der Einsatz für mehr Proportionalität und weniger Komplexität in der Regulierung. Die BaFin will sich in den kommenden Jahren verstärkt dafür einsetzen, dass Regelwerke sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene klarer, verständlicher und risikoorientierter ausgestaltet werden. Dabei geht es nicht nur um Entlastung für kleinere Institute, sondern auch um die effiziente Fokussierung auf systemrelevante Risiken.
Mit dem Strategierahmen reagiert die BaFin auf strukturelle Veränderungen im Finanzsektor, etwa durch Digitalisierung, nachhaltige Finanzierungsansätze oder neue Marktteilnehmer. Auch die Rolle der Behörde als sogenannte Allfinanzaufsicht, also als übergreifender Aufseher für Banken, Versicherer, Wertpapiermärkte und zunehmend auch FinTechs, spiegelt sich in der strategischen Zielsetzung wider.
Die vollständige Strategie ist auf der Website der BaFin abrufbar. Sie dient sowohl internen als auch externen Stakeholdern als Orientierung – und signalisiert: Die BaFin will nicht nur reagieren, sondern mitgestalten.