Die USA haben am Samstagabend drei iranische Atomanlagen bombardiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sprach von einem „entscheidenden Schlag“ gegen Irans Nuklearprogramm. Die Militäroperation unter dem Codenamen Operation Midnight Hammer habe die „nuklearen Ambitionen Irans obliteriert“.
Präsident Donald Trump erklärte in einer Ansprache aus dem Weißen Haus, die Angriffe seien eine Reaktion auf die „wiederholte Bedrohung durch das iranische Regime“ und kündigte mögliche weitere Militärschläge an, sollte Teheran nicht auf einen diplomatischen Kurs einschwenken.
Drohkulisse aus Teheran
Die iranische Regierung reagierte umgehend und drohte mit „unvergesslichen Konsequenzen“. Außenminister Abbas Araghchi betonte das Recht Irans auf Selbstverteidigung und warnte vor möglichen Angriffen auf US-Stützpunkte und Schiffe in der Region. In der Nacht nach den US-Angriffen startete Iran eine neue Welle von Raketen auf Israel.
Militärisch koordinierter Schlag
Laut US-Militär wurden die Ziele zwischen 18:40 und 19:10 Uhr (ET) getroffen, darunter die Anlagen in Natanz, Isfahan und Fordow – letztere gilt als besonders schwer zugänglich, da sie tief in einem Berg versteckt liegt. Israel war laut offiziellen Angaben in die Planung der Angriffe eingebunden.
Die Einsätze wurden von B-2-Tarnkappenbombern durchgeführt. General Dan Caine vom Vereinigten Generalstab erklärte, dass während der gesamten Operation keine Angriffe auf US-Flugzeuge registriert wurden.
IAEA warnt vor radioaktiver Gefahr
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) kündigte eine Sondersitzung in Wien an. Direktor Rafael Grossi warnte vor möglichen radioaktiven und chemischen Kontaminationen innerhalb der betroffenen Anlagen, betonte jedoch, dass bisher keine erhöhten Strahlenwerte außerhalb gemessen wurden. „Nukleare Einrichtungen dürfen niemals Ziel militärischer Angriffe sein“, so Grossi.
Globale Reaktionen: Zwischen Unterstützung und Verurteilung
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Israel begrüßte die US-Aktion und erklärte, diese verhindere, dass „das gefährlichste Regime der Welt die gefährlichste Waffe der Welt“ besitze.
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Russland und China verurteilten die Angriffe als „völkerrechtswidrig“ und als „Verstoß gegen die UN-Charta“. Beide riefen zur sofortigen Einstellung der Feindseligkeiten auf.
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UN-Generalsekretär Guterres warnte eindringlich vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Die Lage könne sich rasch zu einer „Katastrophe für die Region und die Welt“ entwickeln.
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Papst Leo XIV, der erste US-amerikanische Pontifex, appellierte in Rom an alle Parteien, Diplomatie über Gewalt zu stellen.
Zensur in Iran, internationale Sorge um Informationslage
Die iranische Regierung hat vor dem US-Angriff nahezu flächendeckend den Internetzugang blockiert – offiziell, um sich gegen Cyberangriffe Israels zu schützen. Berichte über Mobilfunkstörungen und Zugangsausfälle häufen sich. NetBlocks, eine Organisation zur Überwachung globaler Netzverbindungen, bestätigte erneut einen massiven Einbruch der Internetverfügbarkeit vor Beginn der Luftschläge.
Wie geht es weiter?
Die internationale Gemeinschaft blickt nun gespannt auf Irans Reaktion. Experten halten sowohl eine militärische Vergeltung als auch eine diplomatische Öffnung für denkbar – Letzteres hatte Trump noch vor dem Angriff öffentlich ins Spiel gebracht.
Fazit
Die gezielten US-Luftschläge markieren eine dramatische Eskalation in einem ohnehin angespannten geopolitischen Konflikt. Während die USA von einem „historischen Eingriff“ sprechen, warnt die Weltgemeinschaft vor unkalkulierbaren Folgen. Der Weg zurück zur Diplomatie wird mit jedem Tag schwieriger – und die Zeit für Deeskalation scheint knapp.