Dark Mode Light Mode

USA setzt erstmals 13.600-Kilo-Bomben gegen iranische Nuklearanlagen ein

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

In einem spektakulären und beispiellosen Militärschlag hat das US-Militär bei „Operation Midnight Hammer“ erstmals sogenannte „Bunker Buster“-Bomben vom Typ GBU-57 eingesetzt. Diese auch als Massive Ordnance Penetrators (MOP) bekannten Waffen wiegen jeweils rund 13.600 Kilogramm und gelten als die größten konventionellen Bomben im Arsenal der USA.

Wie General Dan Caine vom US-Militär bestätigte, wurden am 21. Juni 2025 insgesamt 14 dieser GPS-gesteuerten Präzisionsbomben auf drei zentrale iranische Nuklearanlagen abgeworfen: Fordo, Natanz und Isfahan. Die Bomben sind speziell dafür konzipiert, tief unterirdische Ziele wie Bunker oder Tunnel zu zerstören. Erste Einschätzungen sprechen von „extrem schwerer Zerstörung“ an den getroffenen Standorten.

Die gewaltigen Bomben wurden von sieben Tarnkappenbombern vom Typ B-2 Spirit getragen, die von der Whiteman Air Force Base im US-Bundesstaat Missouri starteten. Mehr als 125 Luftfahrzeuge – darunter Tankflugzeuge, Aufklärer und Begleitschutz – waren an der Operation beteiligt. Laut Pentagon handelt es sich um den bislang größten Einsatz von B-2-Bombern in der Geschichte.

Die Entwicklung der MOP begann bereits in den 2000er-Jahren, um unterirdische Atomanlagen wie jene im Iran anzugreifen. Allein 2019 erhielt Boeing einen Auftrag im Wert von 70 Millionen US-Dollar zur Weiterentwicklung der Bomben. In den Jahren danach folgten weitere Millionenverträge.

Militärexperten weisen darauf hin, dass nur diese extrem schweren Bomben über die nötige Sprengkraft verfügen, um die besonders tief verbauten Anlagen im Iran überhaupt wirksam zu treffen. Andere Staaten, etwa Israel, verfügen zwar ebenfalls über bunkerbrechende Waffen, allerdings in deutlich kleinerer Ausführung.

Mit dem Einsatz der GBU-57 in einem scharfen Einsatz wurde nun erstmals ein militärisches Mittel verwendet, das bis dahin nur in Tests auf dem White Sands Testgelände in New Mexico erprobt worden war. Die politische und strategische Tragweite des Angriffs ist noch unklar – die Reaktionen aus Teheran und der internationalen Gemeinschaft lassen jedoch auf eine neue Eskalationsstufe im Nahostkonflikt schließen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Breaking: Das Internet hat mal wieder seine Schlüssel verloren

Next Post

Rüstung statt Rückgrat: Wie die NATO sich ins finanzielle Abseits schießt – und Spanien als letzte Stimme der Vernunft dasteht