Die zunehmende Sommerhitze stellt vor allem für Kinder ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. Darauf weist die Krankenkasse DAK Nordrhein-Westfalen in ihrem aktuellen Report „Gesundheitsrisiko Hitze“ hin, aus dem die Rheinische Post zitiert. Demnach steigt bereits ab 25 Grad Celsius die Gefahr für behandlungsbedürftige Hitzeschäden bei Kindern um das Siebenfache. Ab Temperaturen von 30 Grad vervielfacht sich das Risiko sogar auf das Neunfache.
„Sonnenstiche, Hitzekrämpfe, Erschöpfungszustände – all das kann bei Kindern unter großer Hitze schnell lebensbedrohlich werden“, warnt DAK-Landeschef Klaus Overdiek. Besonders problematisch sei, dass der kindliche Organismus deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen reagiert als der von Erwachsenen.
Die DAK fordert deshalb dringend umfassende Schutzmaßnahmen, um Kinder bei steigenden Temperaturen besser zu schützen. Overdiek appelliert an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft: „Wir brauchen wirksame Maßnahmen in Kitas, Schulen, auf Spiel- und Sportplätzen. Dazu gehören Schattenplätze, ausreichende Trinkangebote, flexible Unterrichtszeiten und gegebenenfalls Hitzefrei-Regelungen.“
Mit dem Klimawandel und den immer häufigeren Hitzewellen wird die Problematik zunehmend drängender. Experten sind sich einig: Gerade in den Sommermonaten muss der Schutz der jüngsten und verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft oberste Priorität haben.