Leipzig wird von einer mysteriösen Brandserie erschüttert. In der Nacht zum Samstag mussten Feuerwehr und Polizei zu mehreren Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Besonders dramatisch war die Lage vor dem Rathaus in der Ossietzkystraße im Stadtteil Schönefeld: Dort standen gleich mehrere Elektrofahrzeuge, die offenbar der Stadt gehören, in Flammen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Elektroautos stellen die Einsatzkräfte immer wieder vor besondere Herausforderungen, da ihre Hochvoltbatterien bei Bränden wiederholt aufflammen können. Auch in diesem Fall entfachte sich eines der Fahrzeuge trotz der Löschversuche mehrfach neu. Um die gefährlichen Akkus unter Kontrolle zu bringen, wurde die Werkfeuerwehr von BMW zur Unterstützung hinzugezogen. Zwei der Fahrzeuge mussten schließlich in einen speziellen Container verbracht und mit Wasser geflutet werden, um die Hitze der Batterien dauerhaft zu senken und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Doch damit nicht genug: Weitere Brände wurden auch aus der Pistorisstraße im Leipziger Westen sowie aus der Antonienstraße gemeldet. Insgesamt wurden bei den nächtlichen Feuern mindestens sechs Fahrzeuge zerstört oder schwer beschädigt.
Die Hintergründe der Brandserie sind bislang unklar. Die Polizei prüft derzeit, ob Brandstiftung als Ursache in Frage kommt. Entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet. Ein mögliches Motiv oder Hinweise auf Täter gibt es bislang nicht.
Die Brandserie sorgt in Leipzig für große Beunruhigung – nicht nur wegen des erheblichen Sachschadens, sondern auch wegen der zunehmenden Häufung solcher Vorfälle, die möglicherweise gezielt gegen Elektrofahrzeuge gerichtet sind. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden.