Ein vermeintlich harmloser Autokauf entpuppte sich am Samstagabend in Linz als schockierender Überfall: Ein 36-jähriger Mann aus der Steiermark wurde bei einem geplanten Fahrzeugkauf mit einem Messer bedroht und ausgeraubt. Nur dem raschen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, dass der mutmaßliche Täter bereits kurze Zeit später festgenommen werden konnte.
Kaufgespräch eskaliert
Der 36-Jährige war gemeinsam mit einem Freund nach Linz gereist, um einen gebrauchten Pkw zu kaufen, den er auf einer Online-Plattform entdeckt hatte. Der Kontakt mit dem Verkäufer war zuvor über die Plattform zustande gekommen, ein Besichtigungstermin wurde vereinbart. Vor Ort jedoch nahm der Deal eine dramatische Wendung.
Der 52-jährige Verkäufer, ein in Linz lebender Mann kamerunischer Herkunft, täuschte zunächst Interesse an einem regulären Verkauf vor. Im Rahmen der Verhandlung bat er darum, das Bargeld zu sehen – insgesamt 6.000 Euro, die der Käufer bei sich trug. Als der Steirer das Kuvert mit dem Geld öffnete, zog der Verkäufer ein Messer und forderte unter Drohungen die Herausgabe des gesamten Betrags.
Täter gefasst – Beute sichergestellt
Der Täter flüchtete mit der Beute, doch die Polizei konnte dank einer präzisen Täterbeschreibung schnell reagieren. Die Sondereinheit Cobra wurde hinzugezogen und konnte den Mann bereits wenig später festnehmen. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Linz wurde ein Großteil des gestohlenen Geldes bei der Festnahme sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Festnahme des mutmaßlichen Täters an. Dieser befindet sich nun in Polizeigewahrsam, weitere Ermittlungen laufen.
Warnung vor Betrugsmaschen
Die Polizei warnt erneut davor, bei Bargeldtransaktionen mit Unbekannten Vorsicht walten zu lassen. Besonders bei privaten Autokäufen über Onlineplattformen empfiehlt es sich, Treffpunkte in der Nähe belebter Orte zu wählen oder wenn möglich Transaktionen über sichere, bargeldlose Zahlungswege abzuwickeln.
Dank des couragierten Verhaltens des Opfers und der schnellen Einsatzbereitschaft der Polizei endete dieser Fall glimpflich – hätte aber auch anders ausgehen können.